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Analysen - Nebenwerte
21.11.2003
Charles Vögele für Risikofreudige
Bank Hofmann

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Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen die Aktie von Charles Vögele (ISIN CH0006937772/ WKN 920919) für risikofreudige Anleger.

Am 5. März 1955 hätten Charles und Agnes Vögele in Zürich einen Laden für Spezialbekleidung für Rollerfahrer eröffnet. Daraus sei ein Modehaus entstanden, das bald in der ganzen Schweiz über Verkaufslokale verfügt habe. Heute betreibe die Gruppe Filialnetze in der Schweiz, Deutschland, Belgien, Holland und Österreich über welche sie etablierte Mode zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis verkaufe.

Im letzten Jahr habe das Unternehmen einen Netto-Umsatz von 1.499 Mio. CHF und einen Gewinn von 15,9 Mio. CHF erzielt. Leider sei die Expansion in Deutschland und den Benelux-Staaten unter dem alten Management zu stürmisch erfolgt, so dass Charles Vögele in Schwierigkeiten geraten sei und im Jahr 2001 nur knapp einen Verlust habe vermeiden können. Das neue Führungsteam schicke sich nun an, die alten Stärken der Gruppe wieder zum Tragen zu bringen.

Neben sonstigen Effizienzsteigerungsmaßnahmen hätten die ersten Schritte des neuen Managements darauf abgezielt, die zuvor angehäuften Lagerbestände massiv zu reduzieren und durch den so frei gesetzten Cash Flow die Nettoverschuldung abzubauen. Dies habe die Qualität der Bilanz verbessert, was sich zunehmend in tieferen Zinskosten für das Unternehmen niederschlagen dürfte. Gleichzeitig seien der Einkauf neu organisiert und die Prozesse im Unternehmen verbessert worden. Das Ziel sei dadurch die Zahl der Lieferanten von 1.000 auf unter 400 zu reduzieren.

Dies ermögliche die Qualität des Sortimentes, die in den letzten Jahren immer schlechter geworden sei, zu verbessern ohne ein deutliches Absinken der Bruttomarge in Kauf nehmen zu müssen. In diesem Herbst sei nun die erste Kollektion des neuen Management-Teams in die Läden gekommen. Nach Ansicht der Analysten habe sich die Qualität des Angebotes bereits sichtbar verbessert. Man gehe davon aus, dass sich dies in den kommenden Jahren positiv auf die Umsätze auswirken werde.

In den nächsten zwei Jahren erwarte man nur durch die Verbesserung des Finanzergebnisses und eine Verringerung der Steuerquote eine deutliche Steigerung des Nettogewinns. Die derzeit relativ hohe Steuerbelastung komme dadurch zu Stande, dass das Geschäft in der Schweiz sehr profitabel sei und darauf voll Steuern bezahlt werden, in Deutschland und den Benelux-Staaten jedoch Verluste geschrieben werden müssten, die nicht steuerlich verrechnet werden könnten.

Diese Situation sollte sich in den nächsten zwei Jahren deutlich verbessern, da im 2004 der Turnaround in Deutschland erreicht werden dürfte. Gelinge es darüber hinaus die Umsätze anzukurbeln, würde sich dies überproportional auf den Nettogewinn auswirken. Mit einem KGV für 2004 von 12,2 seien die Aktien gegenüber dem Sektordurchschnitt (KGV 16,2) günstig bewertet.

Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen die Aktien von Charles Vögele nur risikofähigen Investoren, da es sich um einen klein kapitalisierten Wert handelt.



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