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Analysen - Ausland
19.04.2000
Fujitsu kaufen
Münchner Börsenbrief

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Die Münchener Börsenbriefe bezeichnen Fujitsu (WKN 855182) als eine klassische Turn-around-Spekulation und daher als spekulativen Kauf.

Fujitsu, der japanische Hersteller von Elektronik und Computern, sei Gerüchten zufolge in Gesprächen mit der deutschen Siemens, zum Zweck der Erweiterung der bestehenden Zusammenarbeit. Bislang seien die beiden Konzerne durch ihre Aktivitäten im Computerbereich verbunden. Als nächster Schritt könnte eine Zusammenlegung der Computer Consulting Geschäftsbereiche Sinn machen. Siemens stehe nach dem missglückten Übernahmeversuch der DaimlerChrysler-Tochter Debis unter Zugzwang, in diesem Segment einen Abschluss zu tätigen. Gemeinsam entstünde der weltweit drittgrößte Computer-Service-Dienstleister.

Um Kosten zu sparen, werde Fujitsu die Produktion von billigen Speicherchips aus der Hand geben und im kostengünstigeren Taiwan in Auftragsarbeit herstellen lassen. Auch dieser Schritt mache Sinn. Japan sei ein Land mit hohem Lohnniveau. Fujitsu versuche auf diese Art und Weise sukzessive seine Profitabilität zu erhöhen. Die frei gewordenen Produktions-kapazitäten würden dann eingesetzt, um hochpreisige Flash-Memory-Bausteine zu fertigen. Die Margen seien hier deutlich höher und die Nachfrage steige immens. Besagte
Chips würden zum Beispiel in Mobiltelefonen zur Speicherung eingesetzt. Fujitsu habe die notwendigen Schritte zur Verbesserung seiner Gewinne und zur Erhöhung seiner Effizienz eingeleitet.

Sobald sich klar zeige, dass die Bemühungen fruchten, werde die Börse entsprechend reagieren. Hierfür sollte der in Elektronik in Japan investierte Anleger positioniert sein.


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