|
News - Ausland
|
28.11.2003
Schoeller-Bleckmann 9-Monatszahlen
Ad hoc
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die im Prime Market der Wiener Börse gelistete Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (ISIN AT0000946652/ WKN 907391) blickt auf ein 9-Monatsergebnis zurück, das von einer verhaltenen Branchennachfrage und dem schwachen Dollar gekennzeichnet war. SBO erzielte in den ersten neun Monaten 2003 einen Konzernumsatz von EUR 105,0 Mio. (nach EUR 134,7 Mio.). Das EBIT der ersten neun Monate 2003 lag bei EUR 10,3 Mio. (nach EUR 17,9 Mio.). Die EBIT-Marge lag in den ersten neun Monaten bei rund 10% (nach rund 13%).
"Das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2003 brachte erwartungsgemäß noch keine Verbesserung des Branchenumfeldes. Trotz eines rückläufigen Auftragseinganges und sehr ungünstiger Währungseffekte konnten wir in den ersten drei Quartalen eine zufrieden stellende EBIT-Marge erzielen" so Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann zum Geschäftsverlauf.
Der Umsatz des dritten Quartals betrug EUR 31,1 Mio. (nach EUR 39,2 Mio.). Das Quartals-EBIT lag bei EUR 2,1 Mio. (EUR 3,6 Mio.). Das Quartals-EGT lag mit EUR 2,4 Mio. unter der Vergleichszahl des Vorjahres von EUR 3,8 Mio., aber weitgehend auf dem Niveau des zweiten Quartals 2003 (EUR 2,5 Mio.). Bereinigt um Währungseffekte wäre das EGT im dritten Quartal 03 mit EUR 3,6 Mio. trotz rückläufigem Auftragseingang annähernd auf dem Niveau des Vergleichsquartal des Vorjahres (EUR 3,8 Mio.) gelegen.
SBO setzt indes ihre Geschäftspolitik fort, Kapazitäten flexibel an die Auftragslage anzupassen sowie die Kostenstruktur und das Produktportfolio zu verbessern. So wird künftig die Eigenfertigung einfacher "Oil Tools", deren Volumina und Preise sich zuletzt rückläufig entwickelten, bei Darron/UK (Bereichsumsatz rund EUR 5 Mio. p.a.) eingestellt. Darron wird sich auf die Herstellung hochwertiger, kundenspezifischer Präzisionsteile konzentrieren. Zusätzliche Optimierungsmaßnahmen werden in den kommenden Monaten umgesetzt und sollen die Ertragslage bei Darron entsprechend absichern.
Im Rahmen ihrer Strategie, die aktuelle Dollarschwäche verstärkt für Investitionen im Dollarraum zu nutzen, setzt SBO nach der 100%-Übernahme der Knust-SBO Ltd./Houston weitere wichtige Schritte. So wurde die Produktion der Godwin-SBO L.P./Houston an einen neuen Standort übersiedelt. Dadurch werden die Durchlaufzeiten verkürzt und Logistikkosten gespart. Zudem bestehen an dem neuen Standort attraktive Expansionsmöglichkeiten. Anfang Dezember nehmen auch die neuen Gun Hole Drilling Aktivitäten in den USA (Hochpräzisionsbohrungen für Spezialteile) operativ den Betrieb auf.
Ausblick
Für 2003 rechnet SBO trotz der aktuell unbefriedigenden Markt- und Währungssituation sowie Belastungen aus Restrukturierungsmaßnahmen mit einem Ergebnis, das eine angemessene Ausschüttung zulassen sollte. Für 2004 bleibt die Einschätzung Grohmanns aufrecht: "Eine anhaltende Konjunkturerholung in den USA und in Asien sollte steigenden Ölbedarf, damit vermehrte Bohraktivitäten und in der Folge entsprechende Nachfrage nach High-Tech Ausrüstungsgütern für die Ölförderung auslösen."
Tabelle der wichtigsten Kennzahlen im Vergleich, in MEUR
1-9 2003 1-9 2002 Umsatz 105,04 134,66 EBIT 10,26 17,89 EBIT-Marge (%) 9,8 13,3 EGT 9,57 14,47 Konzernergebnis 5,43 8,61 Mitarbeiter* 809 869
*Stichtag 30.9.
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG ist Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen für die Ölfeld-Ausrüstungsindustrie. Schwerpunkt sind amagnetische Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie. SBO beschäftigt weltweit 809 Mitarbeiter (Ende 2002: 852), davon im Stammwerk Ternitz in Niederösterreich aktuell 218, in Houston/Texas 296. Die Gesellschaft steht mit rund 64% mehrheitlich im Eigentum der Berndorf AG.
|