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Analysen - Ausland
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19.04.2000
Softbank kaufen
Hornblower Fischer
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www.optionsscheinecheck.de
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Zu den nervenaufreibendsten "Storys" der japanischen Börse gehört Softbank (WKN 891624), so die Experten von Hornblower Fischer.
Nach einer Kursvervielfachung im vergangenen Jahr hätten Anleger jetzt einen schmerzlichen Kursrutsch verkraften müssen. Vordergründiger Auslöser sei eine Gewinnwarnung der großen asiatischen Internetholding gewesen. Es werde ein Verlust von 55 Millionen Yen für das vergangene Geschäftsjahr erwartet, 3,6 mal mehr als im Jahr zuvor. Dabei sei allerdings zu berücksichtigen, dass der Wert von Softbank nur zu rund 3% aus dem operativen Geschäft stamme.
Entscheidend sei der Börsenwert, aber auch der strategische Wert der Beteiligungen. Softbank halte Aktien unter anderem an Yahoo, E-Trade und Trend Micro. Wie auch die beiden Konkurrenten Jafco und Trans Cosmos gehöre Softbank zu den Profiteuren des neu begründeten Wachstumsmarktes Mothers in Japan. Außerdem wolle Softbank in Kooperation mit der Nasdaq eine japanischen Ableger der US-High-Tech-Börse begründen. Ende 2000 solle die Nasdaq-Japan an den Start gehen. Da an den neuen High-Tech-Börsen Start-Up-Unternehmen einfacher als bisher eine Börsenzulassung erhalten können, werde es für Softbank leichter die eigenen Beteiligungschätze zu heben und an die Börse zu bringen.
Nach Kursverlusten von mehr als 60% ergebe sich eine interessante Chance für sehr spekulativ orientierte Anleger. Kaufen laute daher die Empfehlung der Experten.
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