|
Analysen - Nebenwerte
|
11.11.2003
Jungheinrich kaufen
DZ BANK
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die Analysten der DZ Bank, Rainer Münch und Armin Kremser, stufen die Aktie von Jungheinrich (ISIN DE0006219934/ WKN 621993) unverändert mit "kaufen" ein.
Jungheinrich habe hervorragende Zahlen für 03-2003 vorgelegt, die die Kaufempfehlung der Analysten für die Aktie unterstützen würden.
Jungheinrich habe das EBIT von 16,3 Mio. Euro in 03-2002 auf 21,1 Mio. Euro Q3-2003 steigern können, nachdem das EBIT in den beiden vorangegangenen Quartalen im Vorjahresvergleich noch unverändert gewesen sei. Allerdings sei das Ergebnis in Q2-2003 durch Restrukturierungsaufwendungen von 5 Mio. Euro belastet worden, die sich in Q3-2003 auf 1 Mio. Euro reduziert hätten.
Die Umsätze hätten in Q3-2003 im Vorjahresvergleich leicht (+2,8%) von 360 auf 370 Mio. Euro gesteigert werden können, während die Auftragseingänge leicht (-2,2%) zurückgegangen seien. Der Auftragsbestand habe sich von 182 Mio. Euro auf 153 Mio. Euro vermindert, was einer Auftragsreichweite von wenig mehr als 1 Monat entspreche und kaum noch weiter reduzierbar erscheine. Das Nettoergebnis, das nach 6 Monaten noch leicht unter dem Vorjahresniveau gelegen habe, sei in Q3-2003 um mehr als ein Viertel gesteigert worden.
2004 sei eine Geschäftsbelebung zu erwarten, die in Verbindung mit fortgesetzten Kosteinsparungen eine deutliche Verbesserung der operativen Ergebnisse ermögliche. Außerordentliche Aufwendungen von 30-35 Mio. Euro würden die endgültige Bereinigung der (schon seit Jahren die Konzernergbnisse belastenden) Probleme bei der französischen Tochtergesellschaft MIC erlauben. Aufgrund einer höher als bisher unterstellten Steuerquote reduziere man die EPS-Schätzungen für 2003 von 1,50 Euro auf 1,35 Euro und lasse die für 2004 und 2005 unverändert.
04-2003 werde nach Einschätzung der Analysten im Vergleich zu Q3-2003 weniger eindrucksvoll ausfallen. Die Umsätze des Vorjahresquartals seien von einem deutlichen Abbau der Auftragsbestände (von 182 Mio. Euro auf 151 Mio. Euro) gestützt worden, was sich im laufenden Jahr aufgrund des aktuell erreichten niedrigen Niveaus der Auftragsbestände (153 Mio. Euro) nicht wiederholen lasse.
Das operative Ergebnis werde daher in Q4-2003 das Vorjahresniveau von 30 Mio. Euro nicht ganz erreichen. Mit den von den Investmentbänkern erwarteten 29 Mio. Euro sei man allerdings optimistischer, als es die im jüngsten Quartalsbericht gemachten, wie üblich konservativen, Aussagen von Jungheinrich eigentlich erlauben würden. Jungheinrich spreche "von Chancen für 2003, das Renditenniveau des Vorjahres zu erreichen", was nach den Kalkulationen der Analysten ein EBIT für das Gesamtjahr von 73 Mio. Euro (DZ-Bank-Schätzung: 77 Mio. Euro) und für das Q4-2004 von 25 Mio. Euro bedeuten würde.
Man erwarten in den nächsten beiden Jahren aufgrund der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen, der Strukturbereinigung bei den Auslandstöchtern und der erwarteten Marktbelebung eine deutliche Ergebnisverbesserung.
Das Anlageurteil der Analysten der DZ Bank für die Aktie von Jungheinrich bleibt bei "kaufen".
|