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Analysen - TecDAX
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17.11.2003
REpower kaufenswert
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Experten von "TradeCentre.de" halten die Aktie der REpower System AG (ISIN DE0006177033/ WKN 617703) für kaufenswert.
Der stark angeschlagenen Nordex würden offenbar die Kunden wegrennen. Wie von den Experten schon seit längerer Zeit vermutet, profitiere REpower Systems von der Krise des Mitbewerbers. REpower-Chef Fritz Vahrenholt bestätige dies auf Nachfrage. "Ja, wir profitieren von der Schwäche anderer Wettbewerber."
Wie aus dem Markt zu hören sei, kämen viele Projektentwickler inzwischen zu den Hamburgern, die ursprünglich mit Nordex geplant hätten. Überhaupt sehe sich der Kommandolenker als großer Gewinner in der Krise der Windindustrie. "Wir wachsen im deutschen Markt in diesem Jahr, obwohl die Windbranche in Deutschland schrumpft." In 2003 habe das Unternehmen seinen Marktanteil von 7,3 Prozent auf mittlerweile acht Prozent steigern können, teile den Experten der CEO stolz mit. Der Anteil werde bis zum Jahresende sogar weiter steigen.
Dem schlechten Marktumfeld könnten sich die Hanseaten aber auch nicht komplett entziehen. So habe der Vorstandsvorsitzende seine ursprüngliche Planung für das Gesamtjahr revidieren müssen. Anstatt einer Leistung von 330 Millionen Euro sollten nunmehr Einnahmen von 290 Millionen Euro durch die Bücher laufen. Das EBIT sei von 33 auf 25 Millionen Euro gekappt worden.
Vahrenholt bekräftige aus heutiger Sicht die reduzierte Prognose für dieses Jahr mit der Einschränkung, dass in den letzten Wochen des Jahres das Wetter mitspiele und die Platzierung der bereits entwickelten Windparks der Tochtergesellschaft Denker & Wulf AG gelinge. Entscheidend für das Erreichen der Jahresziele werde also das Schlussquartal sein. In der Zeit von Oktober bis Dezember würden rund 50 Prozent der Erlöse und fast der komplette Gewinn eingefahren. "Es läuft im vierten Quartal bislang sehr stark. Seit November geht es Schlag auf Schlag. Wir liefern mittlerweile bis zu 14 Anlagen pro Woche aus", sage der Vorstandsvorsitzende. Dem Vernehmen nach müssten in den letzten sechs Wochen rund 80 Anlagen aufgestellt werden, um die Jahrespläne zu erfüllen. Das bedeute ungefähr wöchentlich elf bis 14 Anlagen. Exakte Angaben zum momentanen Auftragsbestand habe der Firmenboss im Vorfeld der Q3-Zahlen nicht machen wollen. Beruhige aber: "Unsere Auftragsbücher sind derzeit so voll wie niemals zuvor."
Nicht ganz so schnell wie erhofft, gelinge die Expansion ins Ausland. In diesem Jahr dürfte der Auslandsanteil am Gesamtumsatz unter zehn Prozent liegen. Wie der Ex-Umweltsenator Hamburgs zu Protokoll gebe, verlaufe die Internationalisierung mit einer gewissen Zeitverzögerung. Gut gestartet sei REpower zum Beispiel in Frankreich und Spanien. Auch in Japan sei die Ausgangslage sehr gut. Die Blicke würden sich aber auch nach China richten. Ein relevanter Marktanteil solle im Reich der Mitte spätestens im Jahr 2006 erreicht werden. Anfang Dezember begleite Vahrenholt den Bundeskanzler, Gerhard Schröder, nach Peking. Dort würden Gespräche vor Ort geführt und die Chancen der Windindustrie in China ausgelotet.
Für das Jahr 2002 habe der Konzern eine Dividende von 60 Cent je Aktie ausgeschüttet. Vahrenholt verrate im Gespräch: "Wir planen auch für dieses Jahr eine Dividende zu zahlen." Angaben zur Höhe mache der CEO nicht. "Sie wird sich am Gewinn orientieren."
Die Aktie habe die Hausse im TecDAX total verschlafen. Das ist völlig ungerechtfertigt, da REpower das einzig sinnvolle Investment unter den deutschen Umweltaktien sei. Zudem sei das KGV von sechs für einen Konzern mit einer hohen, einstelligen EBIT-Marge deutlich zu wenig.
Nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" ist die REpower-Aktie kaufenswert.
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