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Analysen - Marktberichte
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17.11.2003
TecDAX konnte leicht zulegen
Instock
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www.optionsscheinecheck.de
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Nach einem müden und verlustreichen Wochenbeginn kratzte der Markt am Mittwoch die Kurve, so die Experten von "Instock".
Im Wochenvergleich habe der TecDAX leicht zugelegt. Für einen mittleren Aufruhr habe die Ankündigung der deutschen Tochter des US-Maschinenbauers ITT Industries, Wedeco vollständig übernehmen zu wollen, gesorgt. Aktionären würden 18 Euro je Aktie geboten. Wenig erbaulich seien dagegen die Neunmonatszahlen ausgefallen: Von Januar bis September habe Wedeco einen Verlust von 0,9 Millionen Euro eingefahren, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 5,1 Millionen Euro ausgewiesen worden sei. Gleichzeitig sei der Umsatz leicht von 101 auf 98,5 Millionen Euro gesunken.
T-Online habe dagegen im dritten Quartal mit einem Gewinn von 3 Millionen Euro überrascht. Zwölf Monate zuvor sei ein Verlust von 291,8 Millionen Euro angefallen. Die Darmstädter hätten das positive Ergebnis vor allem auf die Neubewertung der 21,3-prozentigen Beteiligung an der Comdirect Bank zurückgeführt. Analysten hätten erst für das Schlussquartal schwarze Zahlen prognostiziert.
Freenet habe seinen Quartalsgewinn von 1,29 auf 6,37 Millionen Euro ausgeweitet. Unter dem Strich seien von Januar bis September 21,73 Millionen Euro in der Firmenkasse verblieben, während in der Vorjahresperiode noch ein Verlust von 0,26 Millionen Euro habe ausgewiesen werden müssen. Gleichzeitig habe der Hamburger Internet-Provider einen Umsatzsprung von 28,84 auf 248,86 Millionen Euro verzeichnet. Muttergesellschaft MobilCom habe im dritten Quartal einen Gewinn von 14,8 Millionen Euro eingefahren, nachdem im vergleichbaren Vorjahreszeitraum aufgrund von Milliardenabschreibungen noch ein Verlust von 2,86 Milliarden Euro die Bilanz geziert habe. Dagegen sei der Umsatz der Mobilfunkgesellschaft von 518,8 auf 450,9 Millionen Euro gesunken.
Während sich der Gewinn von Drägerwerk im dritten Quartal von 0,8 auf 0,2 Millionen Euro geviertelt habe, sei der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 8,9 auf 9,5 Millionen Euro gestiegen. Gleichzeitig habe der Lübecker Medizin- und Sicherheitstechniker seinen Umsatz von 299 auf 333 Millionen Euro ausgeweitet. Drägerwerk habe vor allem den schwachen US-Dollar sowie die Konjunkturflaute und die Umstrukturierung des Konzerns für den Gewinneinbruch verantwortlich gemacht.
In den abgelaufenen drei Quartalen habe United Internet seinen Gewinn vor Steuern von 27,6 auf 44,4 Millionen Euro ausgedehnt. Gleichzeitig habe der Internet-Dienstleister seinen Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode von 222,8 auf 299,1 Millionen Euro gesteigert. Im Gesamtjahr solle der Vorsteuergewinn statt 57 nun 63 Millionen Euro erreichen.
Mit roten Zahlen habe dagegen Jenoptik aufgewartet. Von Juli bis September sei der Verlust von 11,9 auf 18,7 Millionen Euro geklettert. Der Umsatz des Technologiekonzerns sei von 283,7 auf 267,7 Millionen Euro gesunken. Ungeachtet dessen würden die Thüringer an ihrer Umsatzprognose von 2 Milliarden Euro für 2003 festhalten. In den vergangenen neun Monaten seien 933 Millionen Euro durch die Bücher geflossen.
Ob auch in der kommenden Woche Kapital in den Markt fließen werde, sei noch höchst ungewiss. Die Quartalsberichtserstattung habe in den vergangenen Tagen ihren Höhepunkt erreicht - es drohe grauer Alltag auf das Parkett zurückzukehren. Folglich würden sich wieder alle Blicke nach New York richten, wo die US-Technologiebörse Nasdaq mit entsprechendem Rückschlagspotential in der Nähe ihres Jahreshochs umherschwebe.
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