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Analysen - Ausland
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17.11.2003
Schoeller-Bleckmann ein Kauf
Doersam-Brief
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www.optionsscheinecheck.de
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Analyst Manuel Hölzle von GBC-Research empfiehlt die Aktie von Schoeller-Bleckmann (ISIN AT0000946652/ WKN 907391) im "Doersam-Brief" zum Kauf.
Das Unternehmen habe sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres trotz der schlechten Marktlage weiter auf hohem Niveau halten können. Allerdings hätten sowohl Umsatz- als auch Ergebniseinbussen gegenüber dem Vorjahreshalbjahr hingenommen werden müssen. Demnach sei der Umsatz gegenüber dem HJ 2002 um 29,23 Prozent auf 73,88 Mio. Euro zurückgegangen.
Vor allem falle dabei der Kursrückgang des US-Dollars um 23% gegenüber dem HJ 2002 ins Gewicht, welcher allein für einen Umsatzrückgang um ca. 11 Mio. Euro verantwortlich gewesen sei. Des Weiteren habe die weltweite Konjunkturflaute sowie der Krieg im Irak für Verunsicherung gesorgt, so dass sich eine deutliche Investitionszurückhaltung im ersten Halbjahr gezeigt habe. Dementsprechend habe sich das Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter um 39,2 Prozent auf 3,89 Mio. Euro reduziert.
Für das aktuelle Geschäftsjahr sähen die Analysten weiterhin eher eine verhaltene Entwicklung des operativen Geschäfts. Die anhaltenden Bemühungen des Konzerns, sich der Abhängigkeit des starken Eurokurses zu entziehen, dürften sich wohl erst im nächsten Jahr bemerkbar machen.
Hervorzuheben seien hier vor allem der Kauf des 25 Prozentanteils an der Knust-SBO Ltd., die nun vollständig in den Besitz der SBO-Equipment AG einfliesen werde. Auch die Verhandlungen mit einem mexikanischen Partner, mit dem eine zukünftige Zusammenarbeit in Form von Werksfertigung geplant sei, seien ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.
Zudem werde sich der Anstieg des RIG - Count, der weltweit anerkannten Maßzahl für Bohraufkommen, welcher seit September letzten Jahres um 21,6 Prozent habe zulegen können, erst im 4. Quartal des aktuellen Geschäftsjahres positiv auf das Ergebnis auswirken. Somit erwarte man für das Gesamtjahr 2003 eine Verringerung des Konzerngewinns um 3,75 Mio. Euro auf 7,31 Mio. Euro.
Für das nächste Geschäftsjahr sähen die Analysten hingegen deutliches Wachstums- und Gewinnpotenzial. Voraussetzungen dafür seien jedoch vor allem der Eintritt der erwarteten konjunkturellen Erholung sowie kein weiterer signifikanter Anstieg des Eurokurses. Unter diesen Gegebenheiten erwarte man einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage nach Ölfeldausrüstungsgütern bereits im ersten Quartal 2004.
Man erwarte zudem ab dem 3. Quartal 2004 einen weiteren Nachfrageanstieg und sehe daher den Umsatz für das Gesamtjahr bei 185 Mio. Euro, eine Zunahme gegenüber dem Erwartungswert für 2003 um 24 Prozent. Die EBIT-Marge sehe man mit 14,7 Prozent weit über dem langjährigen Durchschnitt von 12,1 Prozent. Auch positiv sähen die Analysten den Konzerngewinn mit 14,2 Mio. Euro, der somit um 94 Prozent über dem erwarteten Ergebnis für 2003 und 27 Prozent über dem erzielten Ergebnis für 2002 liegen werde.
Aufgrund des zu erwartenden Gewinnsprungs für 2004 sowie die Annahme, dass das magere Ergebnis für 2003 bereits im aktuellen Kurs eingepreist sei, sähen die Analysten die Aktie von SBO derzeit als lukratives Investment. Aber auch die Fundamentaldaten, wie ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,28 und ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,78 sprächen für eine günstige Bewertung. Hinzu komme eine stetige Dividendenpolitik, die dem sich der Aktionär eine Rendite von in etwa 6 Prozent sichere.
Wie die Analysten von GBC-Research im "Doersam-Brief" berichten, ist die Aktie von Schoeller-Bleckmann eine hervorragende Ergänzung eines jeden Depots und sie sehen den Titel als glatten Kauf.
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