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Analysen - Ausland
14.11.2003
OMV akkumulieren
Erste Bank

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Die Analysten der Erste Bank bestätigen ihre "akkumulieren"-Empfehlung für die Aktie von OMV (ISIN AT0000743059/ WKN 874341).

OMV habe diese Woche die Ergebnisse der ersten drei Quartale veröffentlicht. Wenngleich das aufgrund der überwiegend günstigen Umweltbedingungen stark eingeschätzte EBIT unter den Erwartungen der Analysten ausgefallen sei, habe die OMV zumindest mit dem Nettoergebnis positiv überraschen können. Das EBIT sei im Vergleich zu den schwachen Q1-3 2002 Zahlen um 53% auf EUR 312 Mio. gestiegen, wobei das E&P Ergebnis im Rahmen der Erwartungen gelegen habe, während das R&M Ergebnis durch schwache Petrochemiemargen in Q3 stärker beeinträchtigt gewesen sei als erwartet. Gut seien die Ergebnisse der Segmente Gas sowie Chemie & Kunststoff gewesen, welche deutlich über dem Vorjahresquartal gelegen hätten.

Die Beiträge der beiden großen Akquisitionen diesen Jahres (Preussag E&P und BP Deutschland R&M) seien noch verhältnismäßig bescheiden gewesen mit einem EBIT-Beitrag von EUR 17 Mio. seit Jahresanfang, wobei die BP Assets im Q3 erstmals konsolidiert worden seien. Für Q4 2003 oder 2004 plane das Management die Bildung einer Personalrückstellung für ein Restrukturierungsprogramm in der Höhe von EUR 60 Mio. Erst kürzlich habe die OMV den Verkauf der Felder im Sudan und einen damit verbundenen Buchgewinn bekannt gegeben, den die Analysten bereits in ihren Schätzungen inkludiert hätten. Sie würden davon ausgehen, dass die Restrukturierungsrückstellung im selben Zeitraum gebildet werde, in dem auch der Buchgewinn anfalle, da sich so ein Teil der Sondereffekte ausgleiche.

Die Analysten hätten daher die Rückstellung auch in ihren Schätzungen für 2003 eingebaut und würden in Folge ihre Schätzung für den Gewinn je Aktie (EPS) von EUR 16,20 auf EUR 15,96 reduzieren, wobei das besser als erwartete Finanzergebnis sowie ein Sondereffekt im Gasbereich in Q3 eine stärkere Reduktion der EPS-Schätzungen verhindert hätten. Sie würden Nachrichten betreffend den Konsolidierungsprozess in CEE (z.B. die Petrom-Privatisierung, wo am 21. November vorläufige Angebote zu stellen seien und OMV interessiert sein sollte) als wichtigste Einflussfaktoren auf den Aktienkurs in den nächsten Monaten sehen.

Nachdem die Bewertung der OMV-Aktie im Vergleich zu den Mitbewerbern nach wie vor sehr günstig aussieht, behalten die Analysten der Erste Bank ihre "akkumulieren"-Empfehlung mit Kursziel EUR 125 bei.



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