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Analysen - Ausland
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14.11.2003
AstraZeneca untergewichten
Helaba Trust
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von Helaba Trust empfehlen weiterhin die Aktien von AstraZeneca (ISIN GB0009895292/ WKN 886455) unterzugewichten.
Im dritten Quartal habe AstraZeneca unerwartet stark die Erlöse mit plus zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4.803 Millionen US-Dollar steigern können. Zwar hätten zahlreiche junge Produkte überzeugen und die Einbußen durch generische Konkurrenz ausgleichen können, jedoch hätten erneut überhöhte Lagerbestände bei US-Großhändlern eine wichtige Rolle gespielt. Das EBIT (plus 20 Prozent) habe trotz erhöhten Vertriebsaufwands (neue Arzneien) erheblich vom Lageraufbau sowie Währungseffekten profitiert. Der Nettogewinn je Aktie sei dank höherer Zinserträge sowie Aktienrückkäufen trotz leicht erhöhter Steuerquote um 20 Prozent auf 0,47 US-Dollar geklettert.
AstraZeneca habe das Ergebnis für das Gesamtjahr zwar angehoben, allerdings beruhe die Revision vor allem auf positiven Währungseffekten. Das vierte Quartal sollte dennoch von verschärfter generischer US-Konkurrenz (für Prilosec), der Lagerbereinigung sowie weiter hohen Vertriebskosten geprägt werden. Auch im ersten Halbjahr 2004 sollten Einbußen im Magen-Darm-Segment und hohe Marketingaufwendungen das operative Ergebnis belasten. Trotz ab 2005 überdurchschnittlicher Ergebnisdynamik sehe Helaba Trust mit Blick auf die im Sektorvergleich hohe Bewertungsprämie (2005er-Kurs-Gewinn-Verhältnis: ca. plus 25 Prozent) kaum positives Überraschungspotenzial.
Vor diesem Hintergrund raten die Analysten von Helaba Trust weiterhin die Aktien von AstraZeneca unterzugewichten.
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