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Analysen - DAX 100
11.11.2003
Fresenius neutral
Helaba Trust

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Die Analysten von Helaba Trust stufen die Vorzugsaktie von Fresenius (ISIN DE0005785638/ WKN 578563) unverändert mit "neutral" ein.

Im 9M-Zeitraum seien die Gewinne um 5% gegenüber dem Vorjahr auf 5,25 Mrd. EUR gesunken. Organisch habe Fresenius jedoch ein Plus von 4% (Q3: ca. +5%) erwirtschaftet (Währung: -11%; Akquisitionen: +2%). Der Bereich Medical Care habe 9% eingebüßt (währungsbereinigt: +6%), Kabi habe um 1% (+6%) zugelegt. ProServe (+11%) habe von einer niedrigen Vorjahrsbasis und Akquisitionen profitiert. Das Konzernergebnis sei aufgrund einer ermäßigten Zinslast, geänderter VJ-Basis (Einbezug vorzeitige Schuldentilgung von Medical Care in reguläres Ergebnis) sowie angesichts von Währungseffekten um 24% gestiegen.

Die neuerliche Restrukturierungsrunde bei ProServe werfe berechtigte Zweifel an deren nachhaltiger Ertragskraft auf, was auf die zuletzt rückläufige Tendenz in allen Einheiten der Sparte zurückzuführen sei. Die stattlichen Aufwendungen (Q4: ca. 25 Mio. EUR; 2004: ca. 8 Mio. EUR) dürften sich erst 2005 bezahlt machen. Mit Blick auf anhaltenden Kostendruck im Gesundheitswesen sei das Margenpotenzial allerdings nach Erachten der Analysten begrenzt. Die trotz eines weiterhin schwierigen Umfelds erzielten Rentabilitätsfortschritte bei Medical Care und Kabi sowie die Aussicht auf weitere leichte Zugewinne würden somit erneut überschattet.

Die Biotech-Aktivitäten sollten mittelfristig trotz erster positiver Ergebnisse (Antikörper Removab) weiter ein Cost Center bleiben. Der mäßige Ausblick für das 4. Quartal, anhaltende Risiken durch USD-Schwäche und das regulatorische Umfeld sowie die neue Baustelle ProServe dürften das Kurspotenzial einschränken. Die Aussichten für die Medical Care-Beteiligung würden positiv aussehen.

Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Vorzugsaktie von Fresenius weiterhin mit "neutral".



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