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Analysen - Ausland
07.11.2003
Austrian Airlines reduzieren
Erste Bank

www.optionsscheinecheck.de

Die Analysten der Erste Bank bewerten die Austrian Airlines (AUA)-Aktie (ISIN AT0000620158/ WKN 875224) mit "reduzieren".

Die von AUA veröffentlichten Zahlen zum 3.Quartal hätten die Markterwartungen nicht erfüllen können. Die Flugumsätze seien als Folge des ungebrochenen Wachstums der Billigfluggesellschaften und des aggressiven Marktauftritts der Austrian um 9,6% auf 1.404,3 Mio. Euro eingebrochen und hätten somit um 2,5% hinter der Schätzung von 1.440,3 Mio. Euro gelegen. Die Betriebsleistung sei sogar deutlicher gesunken (-11,6%), da der Wechselkurseffekt zwar nach wie vor positiv gewesen, aber um ca. 16,5 Mio. Euro geringer ausgefallen sei als im Halbjahr.

Während der Euro zum Stichtag 30.September weiterhin gegen den US Dollar habe aufwerten können, habe er zum Teil deutlich gegenüber Yen und Franken abgewertet. Die Personalkosten seien erwartungsgemäß gestiegen, da die Zahlen des letzten Jahres Gehaltskonzessionen beinhaltet hätten, die dieses Jahres nicht mehr wirksam geworden seien. Erstaunlich sei die außerordentlich gute Entwicklung bei den Materialkosten gewesen, die im Vergleich zum Vorjahr um 8,6% gefallen seien (absolut 84 Mio. Euro). Zum einen seien passagierbezogene Kosten aufgrund des Passagierrückgangs von mehr als 5%, zum anderen die Kosten aufgrund des geringeren Kommissionsaufwands für Reisebüros gesunken.

Dies bürge dafür, dass die vom Management eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen zu greifen begännen. Das Betriebsergebnis habe mit -7,5 Mio. Euro unter der Erwartung von -2,8 Mio. Euro gelegen. In der Luftfahrtbranche wehe ein rauher Wind. Man sehe einen Grund für den Preisverfall in der chronischen Überkapazität der Industrie, die sobald nicht abgebaut werden könne, da es zu viele Barrieren für grenzüberschreitende Fusionen gebe. Man dürfe auch nicht vergessen, dass alleine Easyjet und Ryanair die Auslieferung von mehr als 250 Flugzeugen in den nächsten Jahren erwarten würden.

Man gehe deshalb von einem weiterhin verschärften Wettbewerb (insbesondere) in Europa aus. Um langfristig Mehrwert zu generieren, müsse man in einem Massenwarenmarkt entweder über Kostenvorteile verfügen oder eine erfolgreiche Nischenstrategie fahren.

Die Analysten der Erste Bank werden auf näheres in einem Update nächste Woche eingehen und stufen die Austrian Airlines unverändert mit "reduzieren"/hohes Risiko ein.



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