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Analysen - Ausland
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04.11.2003
Credit Suisse abwarten
Wegelin & Co.
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von Wegelin & Co. empfehlen Anlegern bezüglich der Aktie von Credit Suisse (ISIN CH0012138530/ WKN 876800) abzuwarten.
CHF 2 Mrd., soviel habe die CH-Grossbank im 3. Quartal 2003 verdient, womit die Leistung im Rahmen der Expertenvorgaben (Konsens CHF 1,98 Mrd.) ausgefallen sei. Allerdings müsse in Betracht gezogen werden, dass im Nettoausweis ein Sondergewinn von CHF 1,3 Mrd. enthalten sei (Verkauf von Versicherungssparten in Italien und Großbritannien). Daneben sei auch eine Sonderaufwendung von CHF 383 Mio. für die Winterthur einberechnet. Der operative Gewinn habe mit CHF 6,53 Mrd. unter den kalkulierten CHF 6,96 Mrd. gelegen. Die Bankeinheit CSFS habe einen Gewinn von CHF 1,8 Mrd. beigesteuert, während die CS First Boston einen Gewinn von CHF 308 Mio. erzielt habe.
Die operativen Kosten seien von CHF 5,07 Mrd. auf CHF 4,39 Mrd. gesunken. Die Asset under Management (AuM) seien gegenüber dem Vorquartal um 0,3% auf CHF 1.199,2 Mrd. (Konsens CHF 1.272 Mrd.) gestiegen, wobei ein Nettoneugeldzufluss von CHF 4 Mrd. verzeichnet worden sei. Das Private Banking erziele einen Neugeldzufluss von CHF 8,4 Mrd., der Bereich Corporate & Retail Banking habe ein Zufluss von CHF 1,8 Mrd. notieren können, die Sparte Life & Pensions habe ein Rückgang von 0,7 Mrd. und die CS Financial Services ein Ausgang von CHF 5,6 Mrd. hinnehmen müssen.
Weiter sei von der Konzernzentrale zu vernehmen gewesen, dass für das Geschäftsjahr 2003 eine solide Profitabilität angestrebt werde. Die Nettoleistung sei wie bereits erwähnt in diesem Rahmen erwartet worden, womit ein Überraschungseffekt ausbleibe. Die gesenkten Kosten würden die Sparmassnahmen und die Beteuerung widerspiegeln, eine solide Profitabilität im 2003 anvisieren sei eine Wiederholung einstiger Versprechen.
Bleibe nach Ansicht des Zeilenschreibers ein wirklicher positiver Überraschungseffekt: Der starke Neugeldzufluss im Private Banking. Summa summarum finde sich aber derzeit kein Impetus für neue Kurssteigerungen bei der CS-Aktie, zumal das Papier im Vorfeld der Publikation kräftige Kursfortschritte gemacht habe (sechs Börsensitzungen hintereinander habe sich die Aktie ein Plusvorzeichen notieren lassen können!). Und: Die "Grübeleien" über die möglichen Übernahmeaktivitäten in Deutschland habe ebenfalls eine gewisse Kursrückschlags-Komponente.
Jedenfalls scheint es ratsam zu sein, auf den bereits deutlich an Tempo gewonnen Kurszug der Aktie von Credit Suisse nicht aufzuspringen, bestenfalls für Engagements schwächere Kurstage (Region CHF 43) abzuwarten, so die Analysten von Wegelin & Co.
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