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Analysen - Ausland
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31.10.2003
Bank Austria halten
Erste Bank
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Die Analysten der Erste Bank stufen die Aktie der Bank Austria (ISIN AT0000995006/ WKN 813030) weiterhin mit "halten" ein.
Am Mittwoch habe die Bank Austria Zahlen zum 3. Quartal veröffentlicht. Während die Gesamteinnahmen im Rahmen der Erwartungen gelegen hätten, hätten das Betriebsergebnis und somit auch das Nettoergebnis die Prognosen übertreffen können. Während das Firmenkundensegment deutlich habe zulegen können, seien Privatkundengeschäft und vor allem CEE (Anteil am Ergebnis vor Steuern und Minderheiten in Q3 nur 21,5% nach etwa 30% im Halbjahr) eher enttäuschend gewesen. Die Ergebnisqualität gefalle den Analysten weniger als das im Vergleich zu 2002 sicherlich erfreuliche Gesamtergebnis: Die Steigerungen seien vor allem durch geringere Risikovorsorgen sowie ein exzellentes Handelsergebnis erzielt worden. Beides würde man nicht als nachhaltig einstufen.
Im Q4 werde die Bank Austria Buchgewinne aus dem Verkauf von Anteilen an 2 österreichischen Versicherungen in der Höhe von rund EUR 75 Mio. verbuchen, im Gegenzug werde allerdings geplant, eine Restrukturierungsrückstellung im Zusammenhang mit den geplanten Kostensenkungen zu bilden. Man habe die gesamten Buchgewinne sowie eine Restrukturierungsrückstellung in die Schätzungen eingebaut und habe daher die EPS-Schätzungen für 2003 von EUR 2,79 auf EUR 3,24 angehoben. Für 2004 rechne man nun mit EPS von EUR 3,11 pro Aktie. Die Verbuchung von Buchgewinnen und damit verbundenen Rückstellungen würden der Bank Austria einen gewissen Spielraum geben. Man rechne damit, dass es der Bank Austria gelingen werde, in Zukunft stetig steigende Ergebnisse zu erreichen.
Verglichen mit der Peer Group (westeuropäische Banken mit CEE-Fokus) sei die Bank Austria auf KGV-Basis fair bewertet. Beim Preis/Buchwert Multiple habe die Bank Austria einen Bewertungsabschlag von rund 40%, da aber auch der ROE um 40% schwächer sei als jener der Vergleichsbanken (2003e: 8,3% versus 14,12%) sei dieser Abschlag aus Sicht der Analysten gerechtfertigt. Wie bereits öfter im Equity Weekly erwähnt, rechne man durch die erwartete Aufnahme in den polnischen WIG 20 Index (Entscheidung im Dezember) mit einem weiteren kurzfristigen Kurspotenzial.
Mittelfristig behalten die Analysten der Erste Bank ihre "halten"-Empfehlung für die Aktie der Bank Austria aber bei, da sie die aktuelle Bewertung hinsichtlich der schwächeren Profitabilität (ROE) als gerechtfertigt ansehen.
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