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Analysen - Nebenwerte
10.10.2003
Escada halten
SdK AktionärsNews

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Die Experten von "SdK Aktionärs-News" empfehlen die Aktie von Escada (ISIN DE0005692107/ WKN 569210) zu halten.

Es habe nichts geholfen: Trotz drastischer Kostensenkungsmaßnahmen wie Personalentlassungen, Desinvestitionen und einem Rückgang der Lagerhaltung müsse die Escada AG zum Ende des dritten Quartals ein Ergebnis von -44 Mio. Euro verkraften. Neben diesem ernüchternden Ergebnis müsse Mitte nächsten Jahres eine Anleihe von 100 Mio. Euro getilgt werden.

Der Konzernumsatz im dritten Quartal habe 140 Mio. Euro betragen. Bedingt durch Wechselkurseffekte als Folge des Kursanstiegs des Euro gegenüber dem US-Dollar sowie einem anhaltend schwachen Marktumfeld im Bereich Luxusgüter habe sich das EBIT wesentlich auf Grund von Sondereffekten mit minus 16,6 Mio. Euro schwach gestaltet. Hinzu komme ein negatives Finanzergebnis von 4,1 Mio. Euro sowie eine außerordentliche Abwertung auf die Beteiligung Féraud GmbH in Höhe von 17,6 Mio. Euro. Das Konzerneigenkapital schrumpfe rapide auf gerade noch 32,7 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote betrage 6,8%.

Da auch für die nächsten Monate keine Belebung des Luxusgütermarktes erwartet werden könne, wolle Escada ein tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm durchführen. Insgesamt sollten die Strukturkosten im Konzern um 60 Mio. Euro gesenkt werden. Dies solle durch die Schließung von rund 20 der 183 Escada-Shops sowie den Abbau von 850 Mitarbeitern geschehen. Hinzu komme als vorrangiges Ziel der Abbau von Finanzschulden. Kurzfristig dürften diese Maßnahmen den Konzern mit 25 bis 30 Mio. Euro belasten, bereits im kommenden Jahr sollten aber Kostensenkungen von bis zu 40 Mio. Euro möglich sein.

Erfreulicherweise würden die Konsortialbanken den Kurs des Escada-Managements begleiten und hätten die bestehenden Kreditlinien bis Ende 2006 zugesagt. Zusätzlich solle die Rückzahlung der im Sommer 2004 fälligen Kapitalmarktanleihe über 100 Mio. Euro sichergestellt sein. Diese Zusagen seien wiederum Voraussetzung für den Einstieg des Finanzinvestors HMD Partners, der sich über eine Kapitalerhöhung mit bis zu 29% an der Escada beteiligen werde.

Die Zeichnungsfrist laufe aktuell und werde dem Konzern frische Mittel von mehr als 50 Mio. Euro zuführen. Damit dürfte Escada für die anstehenden Aufgaben gerüstet sein. Trotz einem miserablen Quartalsergebnis hätten sich Banken und Investoren gegenüber Escada committed. Die starke Marke sollte helfen, die stürmischen Zeiten zu überstehen.

Aktionäre sollten nach Meinung der Experten von "SdK Aktionärs News" ihre Escada-Aktien halten und die Zahlen der nächsten Quartale abwarten. Von einer Zeichnung der jungen Aktien sollte Abstand genommen werden.



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