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Analysen - Nebenwerte
10.10.2003
Gericom reduzieren
Erste Bank

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Die Analysten der Erste Bank stufen die Aktie von Gericom (ISIN AT0000729108/ WKN 565773) weiterhin mit "reduzieren" ein.

Angesichts des schwierigen Umfelds habe Gericom die Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Geschäftsjahr 2003 gesenkt. Das Unternehmen erwarte jetzt einen Umsatz von rund 500 Mio. EUR (zuvor 540 Mio. EUR) und eine EBIT Marge um die 2%. Als Grund für die Umsatz- und Gewinnrücknahmen könnten die schwierige Marktsituation und der massive Preisdruck im Notebooksegment gesehen werden. Um den starken Margendruck abzufedern, habe Gericom in der zweiten Jahreshälfte 2003 die Vermarktung von "Home Entertainment-Produkten" gestartet.

Das neue Geschäftssegment solle in den kommenden Jahren wiederum kräftige Umsatzsteigerungen und deutlich höhere Margen ermöglichen. Mit Ausweitung des Home Entertainment Segments erwarte Gericom laut einer ersten Prognose im Geschäftsjahr 2004 einen Umsatzanstieg auf bis zu 650 Mio. EUR sowie eine EBIT Marge um die 4%. Im Geschäftsjahr 2005 solle der Umsatz des Segments "Home Entertainment" kontinuierlich ausgebaut werden, so dass der Umsatzbeitrag aus dem Notebookbereich nur mehr rund 60% des Gesamtumsatzes betrage (1HJ 03: Notebookumsatz rund 80%).

Basierend auf den Vorgaben für das laufende Geschäftsjahr 2003 senke man die Gewinn Schätzungen auf EUR 0,62 (EUR 0,92) je Aktie. Gericom habe bestätigt, dass trotz geringerem Gewinns auch weiterhin eine Dividende gezahlt werden solle. Da die Dividendenquote laut Finanzvorstand Herrn Leimer auch weiterhin zwischen 40 bis 50% liegen solle, habe man die Dividende je Aktie auf 0,25 EUR (0,45 EUR) zurückgenommen.

Angesichts des erwartenden weiterhin massiven Preisdrucks im Notebookbereich sowie der starken Abhängigkeit von einigen großen Vertriebspartnern erscheine die Prognosen für das Geschäftsjahr 2004 - gerade bei der Margenentwicklung - als zu ambitioniert. Man gehe deshalb - trotz der neuen Produktlinie - von einer moderateren Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus. Basierend auf den neuen Schätzungen nehme man den geschätzten Gewinn je Aktie für 2004 von 1,13 EUR auf 0,89 EUR zurück und für das Geschäftsjahr 2005 von 1,22 EUR auf 1,01 EUR.

Aufgrund der anhaltend schwierigen Marktsituation im Notebookbereich und der weiterhin bestehenden Risken von zusätzlichen Preisreduktionsforderungen von Seiten der dominierenden Vertriebspartner behalten die Analysten der Erste Bank ihre "reduzieren" Empfehlung für die Gericom-Aktie bei. Ihr Kursziel bleibe bei 7,50 EUR je Aktie.



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