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Analysen - Ausland
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06.10.2003
Rhodia "sell"
Merrill Lynch
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Die Aktienexperten von Merrill Lynch raten den Anlegern weiterhin dazu, die Aktie des französischen Chemiekonzerns Rhodia (ISIN FR0000120131/ WKN 914820) zu verkaufen.
Rhodia habe eine Gewinnwarnung herausgegeben. Als Gründe habe das Unternehmen eine schwache Nachfrage, hohe Rohmaterialkosten und Wechselkurseffekte genannt. Der Vorsitzende und CEO Jean-Pierre Tirouflet habe außerdem mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt eingereicht. Er werde durch das Vorstandsmitglied Yves-Rene Nanot auf seinem Posten als Vorstandsvorsitzender und durch den ehemaligen CFO Jean-Pierre Clamadieu als CEO ersetzt. Für die kommenden Quartale könne das Management von Rhodia keine signifikante Verbesserung des Handelsumfeldes ausmachen.
Des Weiteren befinde sich das Unternehmen gerade in Verhandlungen über Finanzierungskonditionen mit seinen Banken, da Schuldentilgungspläne voraussichtlich nicht eingehalten werden könnten. Bis zum Ende des Jahres 2004 müsse sich Rhodia daher von Anlagevermögen im Wert von 600 Mio. EUR trennen und bis zum Ende des Geschäftsjahres 2006 zusätzliche Kosteneinsparungen in Höhe von 150 Mio. EUR realisieren. Das bereinigte EPS des Unternehmens werde im Fiskaljahr 2003 bei -1,19 EUR erwartet und könne sich in 2004 und 2005 auf -0,25 bzw. 0,08 EUR verbessern.
Trotz des Wechsels an der Führungsspitze von Rhodia raten die Analysten von Merrill Lynch weiterhin zur Vorsicht und zum Verkauf des Wertpapiers.
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