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Analysen - Ausland
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03.10.2003
ABN Amro übergewichten
Bankhaus Reuschel
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten vom Bankhaus Reuschel stufen die Aktie der ABN Amro (ISIN NL0000301109/ WKN 880026) mit "übergewichten" ein.
Die niederländische Bank konzentriere sich nun auf die drei Kernbereiche Großkundengeschäft und Investmentbanking, Privatkundengeschäft und Vermögensverwaltung sowie Consumer & Commerical Clients. Diese Umstruktrierung habe dazu geführt, dass der Konzern rund ein Drittel seiner inländischen Filialen geschlossen habe, was mit einem umfangreichen Personalabbau einhergegangen sei. Die Einsparungen in diesem Zusammenhang schätze man auf ca. 600 Mio. Euro pro Jahr.
Nach den etwas schwierigeren Jahren 2001 und 2002 vollziehe die Bank nun den Turnaround. Speziell das 2.Quartal 2003, in dem ABN Amro seinen Nettogewinn gg. VJ um 46% auf 782 Mio. Euro habe steigern können, würde eine deutliche Trendwende erkennen lassen. In den ersten sechs Monaten 2003 habe die Bank ein Gewinnplus von 58% auf 1.472 Mio. Euro verzeichnen können.
Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung hätten die Niederländer ihre Umsatz- und Gewinnschätzungen für das laufende Jahr erhöht. Das Management rechne mit einem Umsatzplus von 15% auf 2,75 bis 2,80 Mrd. Euro und mit einem Nettogewinn je Aktie in Höhe von 1,74 Euro (vorher: 1,52 Euro). Risiken für den Geschäftsverlauf sehe man bisher nur bei einem Rückgang des US-Immobiliengeschäfts bzw. stark steigenden US-Bondrenditen.
Die ABN Amro gehöre im europäischen Branchenvergleich mit einem KGV 2004e von 8,2 zu den günstigsten Bankentiteln. Zudem erscheine eine Dividendenrendite von derzeit 5,6% als durchaus attraktiv.
Vor dem Hintergrund der Analyse empfehlen die Analysten vom Bankhaus Reuschel, die Aktie der ABN Amro überzugewichten.
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