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Analysen - Ausland
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01.10.2003
Bank Austria Creditanstalt kaufen
Raiffeisen Centrobank
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www.optionsscheinecheck.de
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Der Analyst der Raiffeisen Centrobank, Alfred Steininger, empfiehlt, die Aktie der Bank Austria Creditanstalt (ISIN AT0000995006/ WKN 813030) zu kaufen.
Seit 9. Juli 2003 notiere die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) wieder an der Wiener Börse. Der Emissionskurs habe bei 29 Euro je Aktie gelegen. Der Börsengang habe brutto 958 Mio. Euro in die Kassen der BA-CA gespült, die für weiteres Wachstum in Zentral- und Osteuropa eingesetzt würden.
Das Betriebsergebnis sei zum Halbjahr um 6,2% auf 545 Mio. Euro gestiegen. Ca. 25% davon würden auf die Geschäftsaktivitäten in Zentral- und Osteuropa entfallen. Der Periodenüberschuss sei um 47,2% auf 202 Mio. Euro gestiegen, wobei neben der leichten operativen Verbesserung deutlich niedrigere Risikovorsorgen für den Ergebnisanstieg verantwortlich gezeichnet hätten. Die operative Verbesserung zeige sich auch im Anstieg des ROE von 5,7% auf 8,8% bzw. in der von 71,3% auf 69,5% rückläufigen Cost/Income Ratio. Man erwarte für das Geschäftsjahr 2003 einen zweistelligen Anstieg im Jahresüberschuss um 23,2% auf 380,6 Mio. Euro.
Man sehen derzeit eine Akkumulierung von Faktoren, die sich positiv auf die Gewinnsituation sowie dem Kursverlauf der BA-CA Aktie auswirken sollten: Erstens, ein starker Rebound der polnischen Wirtschaft (BIP-Wachstum 2003e 3% - somit wieder auf Niveau der anderen Beitrittsländer). Zweitens, ein erfolgreiches Transformationsprogramm der Muttergesellschaft HVB. Drittens, ein geplantes Börselisting in Warschau generiere eine Nachfrage polnischer Fondsgesellschaften. Viertens, die Konjunkturerholung in Österreich und ein verstärktes risikoadäquates Pricing im inländischen Firmenkundengeschäft als mittelfristig bedeutender Gewinnhebel.
BA-CA werde auf Basis der Gewinnschätzungen 2003e und 2004e der Analysten der Raiffeisen Centrobank mit einem KGV von 10,6 bzw. 10,4 und einem Kurs-/Buchwert von 0,9 bzw. 0,8 bewertet. Im Vergleich zur Peer Group würden sich deutliche Abschläge ergeben, die zum Teil aufgrund der geringeren Ertragskraft gemessen am ROE gerechtfertigt erscheinen würden.
Fundamental betrachtet sehe man jedoch Bewertungsspielraum aufgrund der verstärkten Ausrichtung hin zum Shareholder Value Gedanken. Ein erfolgreicher Abschluss der Kapitalrestrukturierung der HVB im Jahr 2003 sollte auch die Tochter positiv beeinflussen.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank empfehlen die Bank Austria Creditanstalt zum Kauf und sehen ein Kursziel von 37 Euro je Aktie.
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