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Analysen - Nebenwerte
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27.03.2000
Concord Effekten Kursziel 220 Euro
Aktienservice Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Aktie der Concord Effekten AG (WKN 541020) empfehlen derzeit die Analysten dem langfristigen Anleger mit einem Kursziel von 220 Euro zum Kauf.
Die Concord Effekten AG blicke auf eine rasante Geschäftsentwicklung zurück. Im Jahr 1998 habe man sich noch vornehmlich als Maklerverbund betätigt und bis 1999 als rentable Wertpapierhandelsbank etabliert. Die geschäftlichen Aktivitäten unterteile man in 2 Business-Units. Traditionell engagiere man sich stark im Aktienhandel. Weitsichtig habe man die Position im Xetra-Handel frühzeitig verstärkt ausgebaut. Anhaltende Kursphantasie verleihe dem Titel aber die erfolgreich betriebene Wachstumsstrategie im breitgefassten Bereich Corporate Finance.
Im Rahmen der letzten Bilanzpressekonferenz habe die im SDAX notierte Concord Effekten AG nicht nur die Verdoppelung ihres Nachsteuerergebnisses auf 8,65 Millionen Euro bekannt gegeben, sondern auch die Erweiterung ihres Beteiligungsgeschäfts. Das Portfolio im aktuellen Wert von rund 150 Millionen Euro werde mit der 15%igen Beteiligung an einem der führenden deutschen Entertainment Dienstleister, der Fan Association Event GmbH, Koblenz, um ein weiteres vielversprechendes Investment ergänzt. Zusätzlich seien für den nächsten Monat zwei weitere Beteiligungen aus den Bereichen "B2B Online-Services" sowie Biotechnologie geplant.
Bei allen drei Werten sehe Concord ähnliches Potenzial wie bei den bisherigen Beteiligungen, die nach der Notierungsaufnahme eine durchschnittliche Wertentwicklung von deutlich über 400% erzielen konnten. Insofern dokumentiere dies akkurate Beurteilungskompetenz und Weitsichtigkeit im Hause Concord – denn auch Aktionäre, welche die durch das Institut an die Börse begleiteten Neuemissionen nach Erstnotiz geordert haben, hätten hierbei überproportionale Kursgewinne verbuchen können.
Zudem plane man einen Aktiensplitt im Verhältnis 3:1 und habe die Dividende auf 1,75 Euro verdoppelt. Das Unternehmen habe 1999 erneut den Gewinn vor Steuern um rund 100% gegenüber Vorjahr steigern können und ebenfalls einen erfreulichen Start ins Jahr 2000 verkündet. Mit dem Splitt und der dreifachen Anzahl der im Umlauf befindlichen Papiere erhalte man einen optisch niedrigeren Aktienkurs und erhöhe die Handelbarkeit der Papiere. Auch wolle man zukünftig das Leistungsspektrum um weitere Geschäftsaktivitäten einer Investmentbank wie z.B. Asset Management (Vermögensverwaltung) erweitern.
In Anbetracht eines für 2000/2001 geplanten Ergebnisses je Aktie von 5/7 Euro errechne sich ein 2000e/2001e-KGV von 28/20. Berücksichtige man die konservativ ausgelegte Planung, die bereits über den Prognosen liegende Geschäftsentwicklung und die mit jedem Börsengang und Portfoliozugang wachsenden stillen Reserven, erscheine der Titel ungeachtet der jüngsten Kursanstiege immer noch moderat bewertet, was weiteres Kurspotenzial signalisiere. Rechne man allein den Beteiligungsgegenwert der bereits an die Börse gebrachten Unternehmen von derzeit knapp 150 Millionen Euro auf, würde dies bereits mit Risikoabschlag einen Kurs von über 100 Euro bei weitem rechtfertigen. Das operative Geschäft aus dem Aktienhandel etc. sei hierbei noch nicht berücksichtigt, ebenso wenig wie bereits bestehende (z.B. IPO-online) sowie weitere in diesem Jahr anstehende Beteiligungen und Börsengänge. Halte man sich zusätzlich das bisher an den Tag gelegte Gewinnwachstum von 100% vor Augen, dürfe weiteres Kurspotenzial bis auf 220 Euro ersichtlich werden. Auf diesem Kursniveau lasse sich eine faire Bewertung veranschlagen, keineswegs eine euphorische Übertreibung.
Dem langfristig ausgerichteten Anleger empfehle Aktienservice Research daher weiterhin den Einstieg. Das Kursziel auf 12-Monatsbasis sehe Aktienservice Research bei 220 Euro. Erhöhte Volatilität müsse in Anbetracht der dem Marktsentiment verbundenen und bei Wertpapierhandels- und Emissionsbanken erfahrungsgemäss besonders undifferenzierten Zyklik in Kauf genommen werden.
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