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Analysen - Nebenwerte
24.09.2003
Berentzen kaufen
Der Börsendienst

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In der heute erschienenen Ausgabe empfehlen die Experten vom Aktienbrief "Der Börsendienst" die Aktie der Berentzen-Gruppe AG (ISIN DE0005201636/ WKN 520163) zum Kauf.

Mit dem bekannten "Apfelkorn" sei der emsländischen Schnapsbrennerei Berentzen Mitte der 70iger Jahre der große Durchbruch gelungen. Die seit 1994 börsennotierte Berentzen-Gruppe AG verfüge heute über ein breites Markenportfolio und sei auch im Bereich nicht-alkoholische Getränke aktiv. Das Gros der Umsätze werde im Spirituosen-Bereich mit den beiden Hauptmarken Berentzen und Puschkin erzielt.

Finanzvorstand Piossek habe den Experten im Gespräch zu verstehen gegeben, dass man sich als Konsolidator der Branche verstehe. Vor einer Woche habe Berentzen den Ausbau der Beteiligung am norwegischen Monopolist zur Herstellung alkoholischer Getränke der ARCUS Gruppen ASA gemeldet. Die ARCUS Gruppen ASA halte einen Anteil von 40 Prozent am dortigen Spirituosenmarkt und habe in 2002 bei einem Umsatz von 212 Mio. EUR einen Jahresüberschuss von 6,7 Mio. EUR erzielt. Auch größere Übernahmen seien in Zukunft denkbar: Finanzvorstand Piossek würde hierzu auch eine Anleihe begeben und sich eventuell vom Geschäftsbereich Alkoholfreie Getränke trennen.

Berentzen wachse nicht nur durch Zukäufe, sondern forciere auch das eigene Geschäft. Neue Produkte wie die Berentzen-Minis, Fruchtliköre in 0,02 Liter PET-Flaschen oder Puschkin Vibe (Wachstumssegment Ready to drink-Produkte) sollten den Umsatz weiter steigern. Berentzen sei eines der innovativsten Unternehmen in der Branche. Produkte, die keinen adäquaten Deckungsbeitrag abliefern würden, würden konsequent eingestellt. So sei z.B. das Segment "Brauner Rum" veräußert worden.

Die Bilanz weise ein Eigenkapital von ca. 9 EUR pro Aktie aus. Dies sei verglichen mit dem aktuellen Börsenkurs von 4,50 Euro sehr günstig. Zudem dürften in der Bilanz zusätzlich stille Reserven im Immobilienbereich schlummern. Berentzen sei zudem ein Unternehmen mit hoher Ertragskraft. Selbst im schwierigen Jahr 2002 habe man einen Jahresüberschuss von 2,1 Mio. EUR nach 3,3 Mio. EUR in 2001 erzielt. Für 2002 sei eine Dividende von 0,15 Euro ausgeschüttet worden, was aktuell einer beachtlichen Dividendenrendite von 3,5 Prozent entspreche.

Der Cash Flow in 2002 habe bei beachtlichen 16,5 Mio. EUR gelegen, was verglichen mit der derzeitigen Marktkapitalisierung von 41 Mio. EUR zu einem attraktiven Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV) von nur 2,5 führe. Den fairen Wert der Berentzen-Aktie sehe man bei einem KCV von 4. Dies entspreche einem Aktienkurs von 7 Euro. Damit wäre die Aktie immer noch unter Eigenkapital von derzeit 9 Euro pro Aktie notiert. Die Börse sollte spätestens in den nächsten 4 Monaten diese Unterbewertung erkannt haben.

Die Experten von "Der Börsendienst" empfehlen die Aktie der Berentzen AG zu kaufen.


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