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Analysen - Ausland
09.09.2003
Tele Atlas spekulativ interessant
Performaxx-Anlegerbrief

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Die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" empfehlen dem spekulativ orientieren Anleger sich einige Positionen der Tele Atlas-Aktie (ISIN NL0000233948/ WKN 927101) ins Depot zulegen.

Tele Atlas erstelle digitale kartographische Datenbanken vorwiegend für Westeuropa und seit der Übernahme des amerikanischen Konkurrenten Etak auch für die USA. Hauptabnehmer für die digitalen Straßenkarten sei der Bereich der Fahrzeugnavigation. Die Systeme seien aber auch in der mobilen Kommunikation anwendbar. Der Aktienemissionspreis Mitte 2000 habe bei 19 Euro gelegen, dem das Allzeithoch bei exakt 30 Euro wenige Monate später gefolgt sei.

Die hohen Aktienpreise zu Emissionszeiten seien Vergangenheit - ebenso wie der Kurseinbruch der letzten drei Jahre. Mit einer stattlichen Performance von über 150% seit Jahresanfang versuche die Aktie die Kursschmach der letzten Jahre vergessen machen zu wollen. Dabei habe ihr die Bodenbildung im ersten Quartal dieses Jahres knapp unterhalb der Pennystock-Grenze als Sprungbrett zur aktuellen Performance verholfen. Doch kurz vor dem Widerstand von 4,15 Euro sei dem Aktienkurs die Puste ausgegangen. Mittlerweile befänden sich die Papiere von Tele Atlas im zweiten Monat der laufenden Konsolidierungsbewegung, die zunehmend die Form eines Rechtecks annehme.

Dabei habe sich am Level von 3,10 Euro eine kurzfristige Unterstützung heraus kristallisiert, an der immer wieder das Kaufangebot Überhang gewonnen habe und die Kurse in der Trading-Range wieder nach oben habe drehen lassen. Spätestens jedoch angekommen an der oberen Begrenzung bei 3,50 respektive 3,60 Euro sei das Spielchen wieder anders herum in die andere Richtung gegangen. Nachdem zum jetzigen Zeitpunkt die laufende Seitwärtsbewegung eindeutig korrektiv erscheine, sei nach deren Beendigung ein weiterer Kursschub anzunehmen, der die Aktie zum "Endziel" führen dürfte.

An Hand der aktuellen Auswüchse wäre dieses der Fall, sobald sich die Kurse nachhaltig über die obere Seitwärts-Range bei 3,50 bzw. 3,60 Euro erheben könnten. Ein daraus impliziertes Kaufsignal dürfte innerhalb kürzester Zeit das prägnante Zwischenhoch Anfang letzten Jahres bei 4,15 Euro erreichen. Sollte das mögliche Kaufsignal mittelfristiger Natur sein, sehe man die markante horizontale Linie bei 5,30 Euro auf Sicht mehrerer Wochen als das Idealziel der seit Jahresanfang angestoßenen Kursexplosion.

Weitere Kurssteigerungen würden jedoch spätestens dann auf Grund der charttechnischen Struktur im Aufwärtstrend nicht mehr möglich scheinen, ehe eine längerfristige Korrektur dem Schaubild zu einer Bodenbildung verhelfe. Im Gesamtbild würden die charttechnischen Indikatoren einen guten Eindruck hinterlassen. So hätten die Trendindikatoren während der laufenden Seitwärtsphase vollständig korrigieren können.

Der MACD halte sich dabei oberhalb der Nulllinie knapp vor einem neuerlichen Kaufsignal. Das Momentum habe bereits eine positive Divergenz zur Seitwärtsphase bilden und wieder kraftvoll nach oben drehen können. Die Überkauft/Überverkauft-Indikatoren RSI und Slow Stochastics würden zu den positiven Vorgaben der Trendindikatoren noch etwas unentschlossen wirken und würden sich im neutralen Bereich weiter seitwärts bewegen und damit genügend Potenzial in beide Richtungen bieten. Das aus charttechnischer Sicht noch offene Restpotenzial habe für die Experten so lange Bestand, wie die Kurse oberhalb der unteren Trading-Range bei 3,10 Euro notieren würden.

Wegen des insgesamt bullish anmutenden Gesamtbilds sehe man bei den Aktien des Herstellers kartographischer Datenbanken noch weiter offenes Aufwärtspotenzial. Einzig ein Einstiegssignal stehe noch aus, das die laufende Seitwärtskonsolidierung mit Kursen über der Marke von 3,50 bzw. 3,60 Euro nachhaltig überwinden lasse. Passend dazu sollte der Kursanstieg von anziehenden Umsätzen begleitet werden.

Sei dies der Fall, rate man spekulativen Anlegern einige Stücke als Depotbeimischung limitiert im Xetra-Handel zu ordern. Die Aktienposition sei mit einem anzupassenden Stop-Loss-Limit zu versehen, das anfangs ca. 11% unterhalb bei 3,10 Euro zu platzieren wäre. Nach einem gelungenem Einstieg und weiter anziehenden Notierungen seien die beschriebenen Widerstände, vor allem an der Marke von 4,15 Euro, genau zu beobachten und die Stop-Loss-Limits darauf abzustimmen, um etwaige Kursgewinne für sich zu sichern.

Dem spekulativ orientierten Anleger empfehlen die Experten vom "Performaxx-Anlegerbrief" die Tele Atlas-Aktie als Depotbeimischung.



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