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Analysen - Nebenwerte
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10.03.2000
Concord Effekten ist glänzend
Prior Börse
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www.optionsscheinecheck.de
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Während fast alle Makleraktien laut Prior Börse kräftig unter die Räder gekommen seien, stehe Concord Effekten (WKN 541020) glänzend da.
Anders als bei so manchem Wettbewerber sei der Einstieg ins Emissionsgeschäft voll und ganz geglückt. Seit Ende 1998 habe Concord elf Unternehmen an die Börse begleitet. Die Schützlinge hätten stramm performed. Bei OAR liege die Performance bei 2.507 % bei einem Emissionspreis von 14,00 Euro und einem aktuellen Kurs von 365,00 Euro. ComRoad stehe nicht viel schlechter da. Bei einem Emissionspreis von 20,50 Euro und einer aktuellen Notierung von 212,00 Euro betrage die Performance 934 %. Eckert & Ziegler weise gegenüber dem Emissionspreis eine Performance von 413 % auf. Bei Endemann betrage dieser 339 % und 224 % bei PC Spezialist. Rösch warte bisher mit 215 % und Cancom mit 212 % auf. Silicon Sensor habe mit 48 % und Prodacta mit Minus 8% performed. Sowohl Toys Int. als auch Gontard & Metallbank würden jedoch jeweils eine negative Performance ausweisen.
Brisant sei, dass der Börsenmakler weiterhin Beteiligungen an einzelnen Neulingen wie OAR, Eckerd & Ziegler, ComRoad oder Rösch halte. Vorstandschef Dirk Schaper habe den Wert dieser stillen Reserven mit rund 300 Mio. DM beziffert. Die Börse bewerte im Vergleich dazu Concord aktuell mit 370 Mio. DM. Aber auch ganz ohne die verborgenen Schätze wäre laut Prior das Papier billig. Vorausgesetzt das stürmische Wachstum setze sich fort, seien 2001 je Aktie 12 Euro Gewinn drin. Das KGV dieses „Wachstumstitels“ liege also bei 10.
Zum IPO arbeiteten laut Egbert Prior und seinen Kollegen bei Concord neun Mitarbeiter, heute seien es bereits 100. 30 davon arbeiteten im Emissionsgeschäft, das zuletzt bereits 25 % des Gewinns beigesteuert habe. Langfristig wolle Schaper sogar 40 % mit Aktienplatzierungen verdienen. 60 % mit dem klassischen Maklergeschäft, das bei Concord ebenfalls boome. Unter den Freimaklern sei Concord im Handel mit DAX- und MDAX-Titeln die Nummer eins. Auch 10 % aller Umsätze am Neuen Markt liefen über Concord. Die elektronische Börse (Xetra) bedeute übrigens keinesfalls das Ende der Makler. Die profitierten von dem Trend, dass Banken ihre Handelsabteilungen ausgliederten. Im laufenden Jahr wolle Concord bis zu zehn Börsenkandidaten bringen. Geplant sei außerdem der Aufbau einer neuen Sparte Vermögensverwaltung. Das sogenannte Asset Management sei einer der lukrativsten Zukunftsmärkte.
Prior rate einige Stücke limitiert zu sammeln, denn der Handel in der Makler-Aktie sei sehr eng.
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