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Analysen - Ausland
06.08.2003
AES neutral
Merrill Lynch

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Die Wertpapierspezialisten von Merrill Lynch bewerten die Aktie des US-amerikanischen unabhängigen Stromerzeugers AES (ISIN US00130H1059/ WKN 882177) nach wie vor mit "neutral".

AES habe seinen an die Gläubiger von Drax gerichteten Vorschlag zur Restrukturierung der Schulden zurückgezogen als klar geworden sei, dass diese das mitternächtliche Ultimatum nicht annehmen würden. Die Gläubiger hätten mehr Zeit verlangt, um das konkurrierende Angebot von International Power zu prüfen oder zu sehen, ob AES seine Bedingungen ändern werde. Es scheine, als wolle sich AES nicht ernsthaft aus dem Projekt zurückziehen und als sei dies nur ein letzter Verhandlungsschachzug.

AES habe schon im vierten Quartal 2002 seine Investition in Drax von 893 Mio. USD abgeschrieben und die Verluste seien in diesem Jahr bis zum 30. Juni schon mit 0,10 USD ins EPS eingeflossen. Sie sollten also bis Ende August vom Tisch sein. Die EPS-Prognose für 2003 liege bei 0,40 USD, für 2004 bei 0,55 USD. Darüber hinaus würden in der AES-Bilanz 3 Mrd. USD Drax-Schulden ohne Forfaitierung stehen, die konsolidiert werden würden, so dass die Schulden/Kapital-Quote für AES von 91% auf 89% sinken werde.

Vor diesem Hintergrund halten die Börsenexperten von Merrill Lynch weiterhin an ihrer neutralen Bewertung der überdurchschnittlich volatilen AES-Aktie fest.


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