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Analysen - Ausland
28.07.2003
BAA neutral
Helaba Trust

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Der Analyst von Helaba Trust, Mario Kristl, stuft die Aktie von BAA (ISIN GB0000673409/ WKN 873580) mit "neutral" ein.

Die Zahlen zum 1.Quartal des Geschäftsjahres 2003/2004 hätten enttäuscht. Die Anhebung der Flughafenentgelte sowie ein Anstieg des Passagieraufkommens, hätten die Erlöse zwar im ersten Quartal um rund 2,5% gegenüber dem Vorjahr, auf 484 Mio. GBP, gesteigert. Jedoch sei das Betriebsergebnis um 6,3% gegenüber dem Vorjahr auf 148 Mio. GBP gesunken. Das Unternehmen habe dafür höhere Sicherheitsbestimmungen seit dem Anschlag am 11. September und höhere Pensionsaufwendungen (ca. 13 Mio. GBP) verantwortlich gemacht. Das Nettoergebnis habe bei 87 Mio. GBP (im Vorjahr 98 Mio. GBP inklusive eines Sonderertrages von 11 Mio. GBP) gelegen.

In den kommenden Wochen sollte sich die Reisezurückhaltung wegen der Lungenkrankheit SARS wieder aufgelöst haben. Aus diesem Grund erachten die Analysten das Ziel des Managements, das Passagieraufkommen an den Hauptdrehkreuzen im Gesamtjahr um insgesamt 4% gegenüber dem Vorjahr zu steigern, als realistisch (Schätzung der Analysten: 3,8%). Außerdem sollten die Investitionen für die erhöhten Sicherheitsbestimmungen abgeschlossen sein. Daher müssten die Ergebnisse in den kommenden Monaten wieder positiver ausfallen.

Es könnten in Zukunft aber politische Probleme entstehen. Denn vielen Politikern sei es ein Dorn im Auge, dass BAA "monopolartig" die südostenglischen Flughäfen Heathrow, Gatwick und Stansted kontrolliere. Sie würden fordern, dass sich der Flughafenbetreiber mindestens von einem Airport trenne.

Der Titel scheine mit einem KGV von 13,1 (auf Basis von 2004/2005), im Vergleich zum Konkurrenten Fraport (KGV 12,0), ambitioniert bewertet.

Per Saldo stufen die Analysten der Helaba Trust, trotz der interessanten Wachstumspotentiale, die Aktie von BAA unverändert mit "neutral" ein.



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