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Analysen - Neuemissionen
02.03.2000
net AG zeichnen
Neuer Markt Inside

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Am 17.03.00 werde unter Führung des Bankhauses HSBC Trinkaus & Burkhardt KgaA rund 3,3 Mio. Stückaktien der net AG (WKN 786740) am Neuen Markt platziert.

Das von Dr. Stefan Immes im Dezember 1997 gegründete Unternehmen verstehe sich als „total e-business enabler“, d.h., man unterstütze den Kunden bei der Ausrichtung der Geschäftsprozesse hin zum E-Buisness durch Bereitstellung der dafür notwendigen Softwareprodukte, IT-Infrastrukturen und Erbringung von Consulting-Services. Im Unterschied zum allseits bekannten E-Commerce, dem elektronischen Handel zwischen Unternehmen (B2B), Unternehmen und Kunden (B2C) sowie Kunden und Kunden (C2C) ermögliche der Ansatz der net AG die Abbildung der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens von der sogenannten Produktion über die Logistik bis hin zum Kunden im Internet, das sogenannte E-Buisness. Auf der Kundenseite erhalte man ein eigenentwickelte Customer-Relationship-Management-(CRM)-Software; die Einbindung der Lieferanten in das E-Buisness-Modell erfolge über eine Supply-Chain-Management-(SCM)-Software. Für die Steuerung der internen Geschäftsabläufe stelle das Kölner Systemhaus eine webbasierte Enterprise-Ressource-Planning-(ERP)-Software zur Verfügung. Abgerundet werde das Programm durch ein publikationsorientiertes Content-Management-System.

Bemerkenswert sei die bisherige Entwicklung der net AG, die fünf Tochterunternehmen unter sich vereine. Erst vor knapp zwei Jahren gegründet, hätte man bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als 40 Mio. Euro umsetzen können. In den nächsten drei Jahren sei ein durchschnittliches Umsatzwachstum von über 35% zu erwarten sowie ein Erreichen des Breakeven in 2001. Selbst die Referenzkundenliste könne sich schon sehen lassen: Beate Uhse, adidas, Nike, Puma, Honda, Bosch und BASF sind diesbezüglich zu nennen.

Aufgrund der kompletten Ausrichtung der Strategie auf das Internet und den zu erwartenden hohen Wachstumsraten in den einzelnen Teilmärkten im Umfeld E-Buisness, die das Kölner Unternehmen bediene, dürfte sich eine Zeichnung auf Basis des Emissionspreises auf jeden Fall lohnen.

Angenommen, der Ausgabepreis betrage 14 Euro, sei die net AG gerade einmal mit dem 2,1-fachen des 2001-er Umsatzes bewertet. Anleger, die bei der Zeichnung nicht zum Zuge kämen, sollten aber nicht mehr als 20 Euro an der Börse bezahlen, so die Meinung der Analysten.



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