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Analysen - Ausland
22.07.2003
KEMET "sell"
Merrill Lynch

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Die Investmentbanker von Merrill Lynch empfehlen nach wie vor, die Aktie von KEMET (ISIN US4883601084/ WKN 885133), einem US-amerikanischen Hersteller von Konnektoren und passiven Komponenten, zu verkaufen.

Am Abend des 21.07. habe KEMET für das 1. Fiskalquartal des bereits laufenden Finanzjahres 2004 Resultate vorgelegt, die auf vielen Ebenen hinter den Prognosen der Unternehmensleitung, den Erwartungen der Analysten und dem Konsens zurückgeblieben seien. Bereits im Vorfeld hätten die Experten darauf hingewiesen, dass KEMET die Erwartungen voraussichtlich nicht erfüllen werde. Der Verlust pro Aktie habe demnach im abgelaufenen Quartal 0,04 USD betragen, während die Schätzung der Analysten auf -0,02 USD und die des Konsens auf -0,03 USD gelautet habe. Sequentiell habe das EPS stagniert, sei jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 8 US Cent zurückgegangen.

Besonders dramatisch und in dieser Höhe von den Investmentbankern nicht antizipiert, seien die operativen Verluste des Unternehmens ausgefallen. Diese hätten im Juniquartal bei 10,4 Mio. USD gelegen, während die Prognose auf einen Verlust des operativen Segments von lediglich 3,6 Mio. USD gelautet habe. Steuerrückerstattungen hätten positiv zum ausgewiesenen EPS des Unternehmens beigetragen und würden dies wohl auch im weiteren Jahresverlauf tun. Der Verlust pro Aktie des Steuerjahres 2004 werde von den Analysten bei 0,10 USD erwartet.

Auf dieser Grundlage rät das Analystenteam von Merrill Lynch weiterhin zum Verkauf der hochvolatilen KEMET-Aktie.


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