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Analysen - DAX 100
27.02.2026
BASF GJ 2025 Zahlen: Gewinn steigt trotz Gegenwind - Dividende 2,25 EUR bestätigt
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Bad Marienberg (www.aktiencheck.de)

🧪🔥 2026 als Wendepunkt? Zwischen Kostendisziplin, China-Offensive und Dividendenstärke


Die BASF SE (ISIN: DE000BASF111, WKN: BASF11, Ticker-Symbol: BAS, NASDAQ OTC-Symbol: BFFAF) blickt auf ein Geschäftsjahr 2025 zurück, das von Unsicherheit, geopolitischer Volatilität und konjunkturellem Gegenwind geprägt war. Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Kamieth brachte es bei der Vorlage der Zahlen auf den Punkt: Man habe sich auf jene Faktoren konzentriert, die im Rahmen der "Winning Ways"-Strategie selbst steuerbar seien.

Das Ergebnis: operative Disziplin, beschleunigte Kostensenkungen, strategische Portfoliomaßnahmen - aber dennoch eine spürbare Belastung in den Kerngeschäften.

Operative Entwicklung 2025: Margen unter Druck


Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 686 Millionen EUR auf 6,6 Milliarden EUR. Besonders betroffen waren die Core Businesses:

- Chemicals
- Industrial Solutions
- Materials
- Nutrition & Care

Hauptursache waren niedrigere Deckungsbeiträge sowie teilweise höhere Fixkosten. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen reduzierte sich von 11,8% auf 11,0%.

Gegenläufig wirkten die Standalone Businesses. Surface Technologies steigerte das Ergebnis deutlich, vor allem dank Environmental Catalyst and Metal Solutions. Auch Agricultural Solutions legte beim Ergebnis zu.

Doch insgesamt zeigt sich: Die Kernchemie war 2025 das Sorgenkind.

Umsatz und Ergebnis im Überblick


Der Umsatz sank von 61,4 Milliarden EUR auf 59,7 Milliarden EUR. Belastend wirkten negative Währungseffekte, insbesondere aus:

- US-Dollar
- Chinesischer Renminbi
- Brasilianischer Real

Das EBITDA lag bei 5,6 Milliarden EUR nach 6,2 Milliarden EUR im Vorjahr. Sondereinflüsse in Höhe von minus 936 Millionen EUR drückten zusätzlich. Das EBIT belief sich auf 1,6 Milliarden EUR, leicht unter dem Vorjahr. Abschreibungen reduzierten sich von 4,4 Milliarden EUR auf 4,0 Milliarden EUR.

Erfreulich hingegen: Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen stieg auf 1,6 Milliarden EUR nach 1,3 Milliarden EUR. Hier wirkten Netto-Sondererträge von 1,3 Milliarden EUR, insbesondere im Zusammenhang mit Wintershall Dea.

Cashflow: Lichtblick Free Cashflow


Der operative Cashflow lag mit 5,6 Milliarden EUR um 1,3 Milliarden EUR unter dem Vorjahr. Ursache waren höhere nicht-zahlungswirksame Effekte und Mittelbindungen im Edelmetallhandel. Positiv entwickelte sich jedoch der Free Cashflow. Aufgrund reduzierter Investitionen stieg dieser auf 1,3 Milliarden EUR nach 748 Millionen EUR im Jahr 2024. Die Investitionsausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden von 6,2 Milliarden EUR auf 4,3 Milliarden EUR gesenkt.

Dividende und Aktienrückkäufe: Aktionärsfreundliche Signale


BASF schlägt eine Dividende von 2,25 EUR je Aktie vor - stabil gegenüber dem Vorjahr. Zwischen 2025 und 2028 sollen mindestens 12 Milliarden EUR an Aktionäre ausgeschüttet werden, bestehend aus:

- Dividenden
- Aktienrückkäufen

Bereits beschlossen wurde ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,5 Milliarden EUR bis Juni 2026. Insgesamt sind mindestens 4 Milliarden EUR bis Ende 2028 vorgesehen. Für einkommensorientierte Anleger bleibt die BASF Aktie damit attraktiv.

Bilanzstärkung und Kostensenkung


Die Nettoverschuldung wurde auf 18,3 Milliarden EUR reduziert. Finanzvorstand Dr. Dirk Elvermann kündigte an, weitere Mittelzuflüsse aus Portfoliomaßnahmen zur Stärkung der Bilanz zu verwenden. Kostenseitig wurden bis Ende 2025 bereits 1,7 Milliarden EUR jährliche Einsparungen realisiert - 100 Millionen EUR über Ziel. Bis Ende 2026 sollen es 2,3 Milliarden EUR werden.

Strukturelle Maßnahmen:

- 11% weniger Führungskräfte
- 4.800 weniger Mitarbeitende
- Organisationsverschlankung
- Fokussierung auf Effizienz

Die BASF Aktie transformiert sich von einem volumengetriebenen Chemieriesen zu einem disziplinierten Cashflow-Konzern.

Zhanjiang: Der China-Hebel


Ein strategischer Meilenstein war die Inbetriebnahme zentraler Anlagen am neuen Verbundstandort Zhanjiang in China.

• Chancen:
    - Nähe zu asiatischen Wachstumsmärkten
    - Kostenvorteile durch moderne Anlagen
    - Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit

• Risiken:
    - Geopolitische Spannungen
    - Abhängigkeit vom chinesischen Markt
    - CO2-Mehrbelastung

2026 werden CO2-Emissionen zwischen 17,2 Millionen und 18,2 Millionen Tonnen erwartet - unter anderem wegen Zhanjiang.

Ausblick 2026: Stabilisierung oder erneuter Druck?


BASF erwartet für 2026 ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 Milliarden EUR und 7,0 Milliarden EUR.

Segmenterwartungen:

- Nutrition & Care: deutlicher Anstieg
- Chemicals: deutlicher Anstieg
- Industrial Solutions: leichter Anstieg
- Materials: leicht niedriger
- Agricultural Solutions: leicht niedriger
- Surface Technologies: deutlich niedriger

Free Cashflow soll zwischen 1,5 Milliarden EUR und 2,3 Milliarden EUR liegen.

Makroannahmen:

- Globales BIP-Wachstum: 2,7%
- Industrieproduktion: 2,3%
- Chemieproduktion: 2,4%
- Wechselkurs: 1,20 USD je EUR
- Ölpreis Brent: 65 USD

Chancen der BASF Aktie


- Beschleunigte Kostensenkungen
- Stärkere Bilanz
- Attraktive Dividendenpolitik
- China-Expansion
- Potenzielle Zykluserholung
- Portfolio-Optimierung

Risiken der BASF Aktie


- Anhaltende Nachfrageschwäche
- Währungsrisiken
- Energiepreise
- Geopolitische Unsicherheiten
- CO2-Regulierung
- Margendruck in Core Businesses

Strategische Einordnung


Die BASF Aktie befindet sich in einer Übergangsphase. Operativ war 2025 kein Glanzjahr, doch strukturell wurden wichtige Weichen gestellt. Die Kombination aus Kostendisziplin, Bilanzstärkung, Kapitalrückführung, strategischer Fokussierung kann mittelfristig eine Neubewertung ermöglichen. Entscheidend wird sein, ob sich die Core Businesses 2026 tatsächlich stabilisieren.

Fazit: Substanzwert im Umbau


BASF ist kein Wachstumswunder, sondern ein globaler Substanzwert im Transformationsmodus. 2025 war geprägt von Gegenwind. 2026 könnte das Jahr der operativen Stabilisierung werden.

Die BASF Aktie bietet:

- Solide Dividendenbasis
- Verbesserten Free Cashflow
- Bilanzdisziplin
- Zyklisches Erholungspotenzial

Aber auch:

- Konjunkturabhängigkeit
- Hohe Volatilität
- Margenunsicherheit

Für langfristig orientierte Investoren bleibt BASF eine strategische Kernposition im europäischen Chemiesektor - jedoch mit zyklischem Risikoprofil.


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Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 27. Februar 2026

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels.
(27.02.2026/ac/a/d)




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