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Analysen - DAX 100
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10.10.2025
Call-Optionsschein auf Vonovia: Wohnungsknappheit und Zinsen sollten den Kurs stützen! Optionsscheineanalyse
boerse-daily.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Harald Zwick von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Call-Optionsschein (ISIN DE000JF78L65/ WKN JF78L6) von JP Morgan auf die Vonovia-Aktie (ISIN DE000A1ML7J1/ WKN A1ML7J) vor.
Die letzte Abwärtssequenz der Vonovia-Aktie gehe kurzfristig betrachtet in einen Boden über. Dafür könnte die lockerere Zinspolitik in den USA und davon abgeleitet jene in Europa als Treiber dienen. Auch die Wohnungsknappheit in den Ballungszentren könnte in Zukunft für höhere Mieteinnahmen und verstärkte Bautätigkeit verantwortlich sein.
Der Vorstandsvorsitzende des führenden deutschen Wohnungsunternehmens Vonovia, Rolf Buch, warne vor einem langfristigen Wohnungsmangel in der Landeshauptstadt München und der umliegenden Region. Nach seiner Einschätzung werde sich der Trend zur Urbanisierung aufgrund des anhaltenden Zuzugs von Arbeitskräften weiter verstärken. Dies führe dazu, dass in Metropolregionen wie München und dem Umland in den kommenden 30 Jahren ein erheblicher Mangel an Wohnraum zu erwarten sei. Aktuell meldeten sich auf eine Wohnungsanzeige in München oder Berlin etwa 800 Interessenten. Um den Bau bezahlbarer Wohnungen zu fördern, fordere Buch eine schnellere Erteilung von Baugenehmigungen sowie eine Senkung der Baukosten. Dies könne beispielsweise durch serielles Bauen und die Anpassung der Baustandards erreicht werden.
Aufgrund des Leverage-Effekts bei der Immobiliennachfrage reagierten auch die Aktien von Vonovia empfindlich auf Zinsänderungen. Die vor drei Jahren einsetzenden Zinserhöhungen hätten die Kursentwicklung deutlich belastet. Innerhalb von 15 Monaten habe die Aktie nahezu den gesamten Kursgewinn seit dem Börsengang verloren. Am 28. März 2023 habe der Aktienkurs mit 15,27 Euro ein Allzeittief erreicht. Die durch die jüngste Umkehr der Leitzinsen ausgelöste Kurserholung sei ab Anfang Juni 2023 vom Markt erwartet worden. Diese Aufwärtsbewegung habe bis Ende Oktober 2024 angehalten, bevor sie wieder gebrochen worden sei. Die anschließende Abwärtssequenz scheine Ende April 2025 überwunden worden zu sein, nachdem die obere Begrenzung des Trendkanals durchbrochen worden sei. Bis dato seien aber rückläufige Kurse entlang der Trendkanalbegrenzung gefolgt. Kurzfristig betrachtet sei wieder eine Bodenbildung zu beobachten. Der Aktienkurs habe dabei die Unterstützung bei 25,48 Euro zweimal getestet und sei in den Bereich des Levels von 27,00 Euro gelaufen. Die Überwindung dieses Niveaus sei denkbar, nachdem wieder eine lockerere Zinspolitik diesseits und jenseits des Atlantiks erwartet werde. Auch die Wohnungsknappheit in den von Vonovia abgedeckten Ballungsräumen solle als unterstützender Faktor betrachtet werden. So stiegen die Mieterträge und das Wohnbaugeschäft.
Risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Aktie der Vonovia SE bis auf 29,64 Euro ausgehen würden, könnten mit einem Call-Optionsschein überproportional mit einem Omega von 5,88 profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 32 % und dem Ziel bei 29,64 Euro (0,45 Euro beim Optionsschein) sei bis zum 10.11.2025 eine Rendite von rund 61 % zu erzielen. Fiele der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 24,69 Euro, resultiere daraus ein Verlust von rund 43 % beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis betrage somit 1,42 zu 1, wenn bei 24,69 Euro (0,16 Euro beim Schein) eine Stop-Loss-Order vorgesehen werde. (10.10.2025/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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