🚨 ASML Quartalszahlen: Gewinnrekord trifft auf Auftragsschwäche – wohin steuert der Branchenriese?
ASML hat seine Zahlen für Q2 2025 vorgelegt. Operativ Top, aber der Aktienkurs reagiert skeptisch. Was steckt dahinter? Alle Infos zu Umsatz, Gewinn, Margen, Bookings und Analystenstimmen im Überblick.
📊 Q2 im Überblick: Rekordgewinne, aber durchwachsene Marktsignale
Umsatz: 7,71 Milliarden Euro (Prognose: 7,2–7,7 Mrd.)
Gewinn: 2,29 Milliarden Euro (Q1: 1,22 Mrd.)
EPS: 5,83 Euro je Aktie (Q1: 3,04 Euro)
Bruttomarge: 53,7 % (innerhalb der Guidance)
Starke Steigerung gegenüber dem Vorquartal, dennoch enttäuschte der Auftragseingang.
📉 Auftragseingang schwach – Sorgen um 2026 nehmen zu
Bookings fielen auf 5,54 Milliarden Euro, ein deutlicher Rückgang gegenüber Vorquartalen. Besonders kritisch: EUV-Aufträge gingen zurück. Zudem bleibt China mit 27 % Umsatzanteil ein geopolitischer Risikofaktor.
🔮 Ausblick: Gedämpfter Optimismus
ASML erwartet für Q3 Umsätze von 7,4–7,9 Mrd. Euro, jedoch sinkende Margen (50–52 %). Für 2026 gibt es keine klare Prognose, das Management spricht von "gemischtem Kundenverhalten".
💡 High-NA als Lichtblick, aber Bookings dämpfen Euphorie
Technologisch bleibt ASML vorn: Die neue High-NA EUV Technologie (EXE:5200B) wurde erstmals ausgeliefert. Doch kurzfristig sorgen schwächere Bestellungen für Zurückhaltung bei Investoren.
📣 Analysten: Vorsicht dominiert trotz technologischer Marktführerschaft
- Sandeep Deshpande (JP Morgan): Kursziel 1.100 USD (+35 %), bleibt langfristig optimistisch wegen Technologieführerschaft.
- Joseph Quatrochi (Wells Fargo): Kursziel 890 USD (+10 %), warnt vor Auftragsrückgang und geopolitischem Risiko.
- Pierre Ferragu (New Street): Kursziel 840 USD (+4 %), vorsichtig wegen unsicherer Kundennachfrage bis 2026.
- Jim Kelleher (Argus): Kursziel 1.000 USD (+24 %), bleibt bullisch, verweist auf langfristige Strukturvorteile.
📌 Fazit: ASML bleibt Technologieführer – aber der kurzfristige Rückenwind fehlt
Operativ liefert ASML, doch Bookings und Margen drücken auf die Stimmung. Für langfristige Anleger bleibt ASML gesetzt, kurzfristig ist Vorsicht geboten. Wer Geduld mitbringt, investiert in einen unverzichtbaren Branchenführer der Halbleiterwelt.