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Analysen - Nyse
23.06.2025
Barrick Mining Aktienanalyse: Kurzfristiger Rücksetzer oder Beginn einer längeren Schwächephase?
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Bad Marienberg (www.aktiencheck.de)

⛏️ Barrick Gold: Zwischen Goldrausch und geopolitischer Zitterpartie - Wie geht es weiter mit der Aktie?


Am 20.06.2025 schloss die Aktie von Barrick Mining Corporation (ISIN: CA06849F1080, WKN: A417GQ, Ticker-Symbol: ABR0, Toronto Stock Exchange-Symbol: ABX, NYSE-Symbol: B) mit einem Kurs von 20,94 USD, was einem Tagesverlust von -0,899% entspricht. Auf den ersten Blick scheint dies ein bloßer Rücksetzer im volatilen Rohstoffumfeld zu sein - doch hinter dieser Zahl verbirgt sich eine spannende Gemengelage aus analytischen Aufwertungen, politischen Unsicherheiten und strategischen Neuausrichtungen.

🔍 CIBC hebt Kursziel an: Ein Hoffnungsschimmer mit Einschränkungen


Am 11.06.2025 gab die renommierte kanadische Investmentbank CIBC ein neues Kursziel für die Aktie aus: 24 USD, nach zuvor 22 USD. Gleichzeitig wurde das "neutral"-Rating beibehalten. Begründung: Die Unsicherheiten rund um das wichtige Loulo-Gounkoto-Goldprojekt in Mali seien weiterhin ein schwer kalkulierbarer Risikofaktor, trotz der Aktualisierung des Bewertungsmodells nach dem Q1-Report.

Das Signal ist klar: Fundamental verbessert sich das Bild, doch politische Risiken verhindern derzeit ein klares Aufwärtsszenario.

🧾 Q1-Zahlen im Überblick: Solide, aber mit Schatten


Barrick präsentierte im ersten Quartal 2025 solide, wenn auch nicht euphorisierende Zahlen:

• Goldproduktion lag bei rund 970.000 Unzen, was leicht unter den Erwartungen lag.
• All-in Sustaining Costs (AISC): moderat gestiegen auf 1.305 USD/Unze, was den Margendruck im Minensektor widerspiegelt.
• Free Cashflow: Positiv, aber rückläufig im Vergleich zum Vorquartal - primär aufgrund gestiegener Betriebskosten in Afrika.
• Nettoergebnis: Stabil, jedoch unter dem Niveau von Q1 2024.
Die Zahlen bestätigen: Barrick liefert, bleibt aber im Moment unter dem Strich kein Outperformer.

🌍 Loulo-Gounkoto: Der Elefant im Raum


Das Loulo-Gounkoto-Projekt in Mali bleibt das größte Risiko für Barrick. Nach politischen Unruhen und der schrittweisen Entfremdung der Militärregierung von westlichen Partnern ist der operative Betrieb dort zunehmend gefährdet.

Sollte es zu Einschränkungen im Abbau oder gar zu einer vorübergehenden Schließung kommen, würde das mehr als 15% der jährlichen Goldproduktion Barricks treffen. Das wäre ein operativer und psychologischer Schlag für Investoren - die Aktie könnte dann deutlich unter 20 USD abrutschen 📉.

💡 Chancen auf einen Goldrausch? Was für Barrick spricht


Trotz der Mali-Sorgen gibt es gewichtige Gründe, warum Barrick mittelfristig wieder in den Fokus großer Investoren rücken könnte:

1. Goldpreis mit Rückenwind: Der Goldpreis befindet sich seit Monaten im Aufwärtstrend. Gründe:

• Geopolitische Spannungen (Ukraine, Taiwan)
• Unsicherheiten um globale Zinspolitik
• Fortwährende Inflationstendenzen

Ein Goldpreis von über 2.300 USD/Unze stützt das Geschäftsmodell Barricks massiv.

2. Kupfer als zweites Standbein: Barrick setzt zunehmend auf Kupfer - ein strategischer Rohstoff für Elektromobilität und Energiewende. Die Projekte in Zambia und Saudi-Arabien machen Fortschritte. Dieses Diversifikationspotenzial ist noch nicht voll im Kurs eingepreist und könnte bei Fortschritten mittelfristig Fantasie entfachen.

3. Hohe Dividendenrendite: Barrick bleibt ein Dividendenwert. Bei einem Kurs von 20,94 USD liegt die erwartete Dividendenrendite bei attraktiven 3,5% - gerade im Vergleich zu anderen Goldwerten ein Pluspunkt 💰.

⚠️ Risiken, die Anleger kennen müssen


So attraktiv Barrick erscheint, so klar muss man auch die Risiken benennen:

Geopolitik und Länderrisiken:
• Neben Mali könnten Störungen in Tansania oder Papua-Neuguinea operative Risiken bedeuten.
• Politisch stabile Abbauregionen fehlen teilweise.

Abhängigkeit vom Goldpreis:
• Ein Rückgang unter 2.000 USD/Unze würde Barrick empfindlich treffen.
• Die Produktionskosten lassen kaum Spielraum bei rückläufigen Preisen.

ESG-Faktoren und Minenethik:
• Investoren achten zunehmend auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Barrick steht hier regelmäßig in der Kritik wegen Umweltfragen und Arbeitsbedingungen.

🧭 Fazit: Halten, beobachten - und beim richtigen Signal zugreifen


Barrick bleibt ein Schwergewicht im Goldsektor - mit enormem Substanzwert, einer stabilen Bilanz und interessanter Zukunftsstrategie. Dennoch ist der Weg kein Selbstläufer: Geopolitik, ESG und volatile Rohstoffpreise bleiben Stolpersteine.


Autor: Redaktion, aktiencheck.de
Veröffentlicht am: 23. Juni 2025

Disclaimer:

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Aktien unterliegen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für etwaige Entscheidungen auf Basis dieses Artikels.
(23.06.2025/ac/a/n)



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