Logo
Analysen - Ausland
11.03.2024
Put-Optionsschein auf Boeing: Drei neue, ernste Vorfälle - Aktie sackt ab - Optionsscheineanalyse
Der Aktionär

www.optionsscheinecheck.de

Kulmbach (www.optionsscheinecheck.de) - Für Boeing (ISIN US0970231058/ WKN 850471) kommt es am Montag knüppeldick, so Martin Mrowka vom Anlegermagazin "Der Aktionär".

Bei einem Zwischenfall auf einem Flug zwischen dem australischen Sydney und der neuseeländischen Stadt Auckland seien mindestens 50 Menschen verletzt worden. Ein "technisches Problem" habe an Bord der Boeing 787-9 Dreamliner eine heftige Turbulenz beziehungsweise einen Sturzflug ausgelöst, habe der Sender "Radio New Zealand" ("RNZ") unter Berufung auf die chilenische Fluggesellschaft Latam Airlines berichtet. Die Maschine habe aber am späten Nachmittag (Ortszeit) planmäßig in Auckland landen können.

Die Verletzten des Flugs, darunter mindestens ein Schwerverletzter sowie mehrere Crew-Mitglieder, seien nach der Landung umgehend von Ärzten versorgt worden. "Menschen flogen durch die Kabine", habe "RNZ" einen Passagier des Flugs zitiert, der unverletzt geblieben sei. Die meisten Betroffenen hätten zum Zeitpunkt des Vorfalls keinen Sicherheitsgurt getragen. Die Maschine sollte eigentlich am Abend in Richtung Santiago de Chile weiterfliegen. Der Flug sei jedoch zunächst gestrichen und auf Dienstag verschoben worden. Was genau den Zwischenfall ausgelöst habe, sei zunächst unklar gewesen.

Das ernste Unglück sei nicht der einzige Vorfall heute. Kurz nach dem Start in Sydney habe auch eine Boeing 777 von United Airlines mit Ziel San Francisco nach technischen Problemen nach Sydney zurückkehren müssen. Und auch eine andere Tripple-Seven, diesmal von der holländischen Fluggesellschaft KLM, habe ihren Flug von Amsterdam nach Sao Paulo heute wegen eines Notfalls über Spanien abbrechen und nach Amsterdam umdrehen müssen. Weitere Hintergründe seien derzeit noch nicht bekannt.

Die Boeing-Aktie sacke nach den Vorfällen im frühen US-Handel zum Wochenstart um mehr als vier Prozent auf 190,06 Dollar ab - das tiefste Niveau seit November.

Am vergangenen Donnerstag habe zudem eine Boeing 777 der Fluggesellschaft United Airlines beim Start in San Francisco ein Rad verloren. Und Anfang Januar sei bei einer Boeing 737-9 Max während des Steigflugs ein Rumpfteil herausgebrochen, weil offenbar Befestigungs-Bolzen gefehlt hätten. Die mehr als 170 Menschen an Bord seien weitgehend mit einem Schrecken davongekommen.

Nach dem Beinahe-Unglück habe nun auch das US-Justizministerium Ermittlungen aufgenommen. Die betroffene Fluggesellschaft Alaska Airlines habe am Samstag mitgeteilt, sie kooperiere mit der Untersuchung und gehe nicht davon aus, dass sie im Visier der Ermittlungen stehe. In einer solchen Situation sei es normal, dass sich das Justizministerium einschalte. Das "Wall Street Journal" habe zuvor berichtet, Ermittler hätten Kontakt zu Passagieren aufgenommen und Piloten sowie Flugbegleitpersonal befragt.

Angesichts der vielen Vorfälle erscheine es derzeit unwahrscheinlich, dass die Boeing-Aktie in einen Aufwärtstrend münde. Vielmehr deute das "Death Cross", bei dem der GD50 den GD200 von oben schneide, auf weitere Kursverluste hin. DER AKTIONÄR rate von einem Kauf der Boeing-Aktie ab.

Für Spekulanten könnte sich kurzfristig sogar ein Put-Optionsschein anbieten (z.B. ISIN DE000JK1JNZ5/ WKN JK1JNZ von J.P. Morgan, Laufzeit bis Mitte Juli 2024), so Martin Mrowka von "Der Aktionär". Dabei sollte man bei 0,75 Euro eine recht enge Stopp-Order platzieren. Rein charttechnisch betrachtet könnte die Boeing-Aktie noch bis auf das Oktober-Tief bei 176 Dollar weiter abrutschen. (11.03.2024/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de