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Analysen - DAX 100
06.02.2024
Inline-Optionsschein auf Bayer: Chance von 89,46 Prozent p.a.! - Optionsscheineanalyse
boerse-daily.de

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Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Ingmar Königshofen von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Inline-Optionsschein (ISIN DE000SU5RNY9/ WKN SU5RNY) der Société Générale auf die Aktie von Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) vor.

Die Übernahme von Monsanto sei eine der schlechteren Ideen bei Bayer gewesen. Der wegen der möglichen krebserregenden Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat in Klagen verwickelte deutsche Pharmariese sei mit einem Börsenwert von rund 31,75 Milliarden Euro mittlerweile nur noch halb so viel wert wie der Kaufpreis von Monsanto.

Die Bayer AG sei in einem Glyphosat-Prozess in den USA zu einer Rekordstrafe verurteilt worden. Es werde erwartet, dass das Unternehmen dem Kläger Schadensersatz und Strafen in Höhe von 2,25 Milliarden US-Dollar zahle. Noch nie habe ein Gericht in dem seit 2018 schwelenden Rechtsstreit um mögliche Gesundheitsrisiken durch den Unkrautvernichter ein so hohes Strafmaß verhängt. Die bisherige Höchststrafe in einem der US-Verfahren habe bei zwei Milliarden Dollar gelegen, die 2019 einem amerikanischen Ehepaar zugesprochen worden seien.

Bayer habe letztlich eine deutlich geringere Summe zahlen müssen. Allerdings habe der Fall damals aufgrund seiner Dimension großes Aufsehen erregt und sei ausschlaggebend dafür gewesen, dass Bayer kurze Zeit später Verhandlungen über eine außergerichtliche Einigung aufgenommen habe. Diese Strategie bedeute aber, dass das Bayer in den kommenden Jahren mit weiteren Prozessen und saftigen Urteilen konfrontiert sein könnte.

Die Causa Glyphosat laste schwer auf dem Aktienkurs. Die Aktie von Bayer habe 70 Prozent ihres Wertes seit der Übernahme von Monsanto verloren. Gemessen vom All Time High habe das Papier in der Spitze schon über 80 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Die aktuelle Börsenkapitalisierung des deutschen Pharmakonzerns liege bei nur mehr 31,75 Milliarden Euro und somit deutlich unter dem Kaufpreis von Monsanto in Höhe von 63 Milliarden US-Dollar. Dabei habe es schon den Anschein gehabt, als ob sich der Aktienkurs in einer Bodenbildungsphase befinde, nachdem der Kursverlauf ab Anfang November 2020 bis Mitte August 2023 seitwärts tendiert habe. Doch das neuerliche Anschwellen der Klagewelle in den USA habe ab Mitte August 2023 zu einem neuerlichen Kursverfall von 45 Prozent geführt.

Bis zum finalen Bewertungstag der vorgestellten Inline-Option am 17. Mai 2024 sollte sich an den grundsätzlichen Problemen bei Bayer nichts ändern. Ein weiterer Verlust bis zur unteren Knock-out Grenze hätte das Ausmaß von 23 Prozent. Würden die geplanten Gewinne in den Jahren 2024 bis 2026 von den Marktteilnehmern für plausibel erachtet, würde dies die erwarteten KGVs von 8,49 im Jahre 2024 auf 7,01 im Jahr 2026 senken. Dieser Faktor deute darauf hin, dass sich der aktuelle Preisverfall abschwächen könnte.

Mit dem Inline-Optionsschein bezogen auf die Aktie von Bayer könnten risikofreudige Anleger einen maximalen Auszahlungsbetrag von 10,00 Euro erzielen. Dafür müsse sich der Kurs bis einschließlich 17.05.2024 durchgehend innerhalb der für den Inline-Optionsschein maßgeblichen Spanne zwischen 22,00 Euro auf der Unterseite und 42,00 Euro auf der Oberseite bewegen. Gerechnet vom Stand des Scheins am 05. Februar 2024 um 20.15 Uhr (Briefkurs 7,99 Euro) würde dies einem annualisierten Kursgewinn von 89,46 Prozent entsprechen.

Werde eine der beiden Knockout-Schwellen erreicht, trete ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ein. Falls der Kurs unter den Supportbereich bei 22,985 Euro falle oder über den Widerstand bei 40,170 Euro klettere, sollte zur Vermeidung eines Knockouts der vorzeitige Ausstieg aus der spekulativen Position erwogen werden. Der Preis des Inline-Optionsscheins reagiere während der Laufzeit darauf, ob die Möglichkeit des Erreichens einer der beiden Schwellen zu- oder abnehme. (06.02.2024/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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