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Analysen - Ausland
12.06.2003
Rosenbauer übergewichten
Raiffeisen Centrobank

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Die Analysten der Raiffeisen Centrobank stufen die Aktie von Rosenbauer (ISIN AT0000922554/ WKN 892502) mit "übergewichten" ein.

Rosenbauer habe im 1. Quartal aufgrund der Auslieferung von Exportaufträgen aus Österreich und Spanien wie bereits im Vorjahresquartal ein atypisch gutes Ergebnis erzielen können. Normalerweise liege das Ergebnis der ersten beiden Quartale auf niedrigem Niveau, da der überwiegende Teil der Fahrzeuglieferungen an Kommunen zum Jahresende erfolge. Im Vergleich zum 1. Quartal 2002 habe der Umsatz um 15% auf 74,3 Mio. EUR zulegen können, womit 24,6% der Jahresumsatzschätzung im 1. Quartal realisiert worden sei.

Das EBIT sei leicht um 5,6% auf 5,1 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang sei in erster Linie vom Österreich-Geschäft hervorgerufen worden, da im Vorjahresquartal ein günstiger Produktmix zu einem außergewöhnlich hohen Ergebnis geführt habe. Das EBIT der österreichischen Niederlassungen sei daher von 5,1 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR gesunken. Sehr gut würden sich weiterhin die profitabelsten Rosenbauer-Niederlassungen in den USA (Umsatz: +17% auf 21,1 Mio. EUR; EBIT: +116% auf 1,6 Mio. EUR) und Spanien (Umsatz: +31% auf 9,0 Mio. EUR; EBIT: +33% auf 1,9 Mio. EUR) entwickeln.

Der Auftragseingang habe unerwartet stark um 32% auf 72,2 Mio. EUR zulegen können. Neben wachsenden US-Auftragseingängen berichte Rosenbauer von einer positiven Entwicklung im internationalen Projektgeschäft; vor allem im arabischen Raum und in Asien seien in nächster Zeit größere Fahrzeugbeschaffungen geplant.

Für das laufende Jahr erwarte man einen Umsatzanstieg von rd. 5% auf 301 Mio. EUR. Aufgrund von Produktmixverschiebungen - der Umsatzanteil der Ausrüstung habe 2002 bei außerordentlich hohen 18% gelegen - würden die Analysten 2003 einen Rückgang der EBIT-Marge von 7,2% auf 6,8% erwarten, der jedoch von einem rückläufigen Finanzergebnis (nach dem massiven Schuldenabbau im Jahr 2002) mehr als ausgeglichen werden sollte. Die Schätzung für den Gewinn je Aktie würden die Analysten daher für 2003 von 4,02 EUR auf 4,10 EUR (2002: 4,01 EUR) erhöhen.

Da sich der Auftragseingang 2003 im 1. Quartal sehr positiv entwickelt habe und Rosenbauer von einer anhaltend guten Projekttätigkeit berichte, nehme man für 2004 einen stabilen Umsatz an. Für 2005 hätten die Analysten einen Umsatzrückgang von rd. 6% auf 286 Mio. EUR und einen Ergebnisrückgang auf 3,35 EUR je Aktie eingeplant, da aus heutiger Sicht noch nicht abschätzbar sei, ob der 2004 auslaufende Saudi-Arabien-Großauftrag durch entsprechende Neuaufträge kompensiert werden könne.

Die guten Quartalszahlen würden die Nachhaltigkeit der erfolgten Restrukturierungsschritte belegen und zeigen, dass ein Jahresergebnis im Bereich des Vorjahres realistisch sei. Das Bewertungsmodell der Analysten ermittle weiterhin deutliche Bewertungsabschläge. Nach Berücksichtigung der per Ende 2002 stark reduzierten Finanzverschuldung sowie der höheren Gewinnerwartung für 2003 erhöhe man das Kursziel von 36 EUR auf 38 EUR. Die Rosenbauer-Aktie habe seit der Kaufempfehlung der Analysten vom Januar dieses Jahres von 25 EUR auf 34 EUR (nach Dividendenabschlag) bzw. rd. 36% zugelegt.

Da nun das verbleibende Kurspotenzial unter die 15%-Schranke gefallen ist, reduzieren die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre Empfehlung für die Rosenbauer-Aktie von "kaufen" auf "übergewichten".



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