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Analysen - Ausland
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05.09.2023
Investmentidee: Vontobel-Optionsscheine auf Apple und EA - Keine Randerscheinung mehr - Optionsscheineanalyse
Bank Vontobel Europe AG
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www.optionsscheinecheck.de
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München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) und Electronic Arts (ISIN US2855121099/ WKN 878372) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.
Am vergangenen Sonntag sei in Köln die Gamescom, die weltweit größte Messe für Computer- und Videospiele, zu Ende gegangen. Die 320.000 Besucher würden zeigen, dass Gaming längst keine Randerscheinung mehr sei, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei. Laut dem europäischen Verbraucherzentrum liege in Deutschland das Durchschnittsalter von Gamern bei 37,4 Jahren und knapp die Hälfte davon seien Spielerinnen. Gerade während den Pandemiejahren, als viele Leute zuhause hätten bleiben müssen, habe die Gaming-Branche einen wahren Boom erlebt. Doch welche Unternehmen würden davon profitieren?
Die beliebteste Spieleplattform in Deutschland ist unser täglicher Begleiter, das Smartphone, so die Bank Vontobel Europe AG. Mit rund 22,6 Millionen Nutzern führe es die Liste der Gaming-Plattformen an. Zum Mobile-Gaming Markt komme noch das Tablet hinzu, welches ebenfalls 9,9 Millionen Nutzer verzeichne. Erst dann kämen die Spielekonsolen mit 17 Millionen und knapp dahinter der PC mit 15,2 Millionen Nutzern.
Gerade die direkte Verfügbarkeit - dass man sich also nicht extra eine Spielekonsole oder einen PC kaufen müsse, mache den Mobile-Gaming Markt so interessant. Ebenso seien fast alle Handy-Spiele kostenlos und würden sich hauptsächlich durch In-App-Käufe finanzieren. So würden viele Nutzer erst die App herunterladen und sich dann Items kaufen, um schneller im Spiel voranzukommen oder auch um kosmetische Anpassungen des Spielecharakters vorzunehmen.
Dies spiegele sich auch bei der Verteilung der Umsätze auf die einzelnen Sparten wider. Von den Umsätzen im Mobile-Gaming Markt würden 99 Prozent auf die In-App-Käufe zurückfallen, bei den Spielekonsolen seien es hingegen nur 29 Prozent. Hier falle mit 41 Prozent noch ein großer Teil des Umsatzes auf den Kauf der Spiele selbst. Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland im vergangenen Jahr mit Videospielen 5,5 Milliarden Euro umgesetzt worden seien und hiervon über 50 Prozent auf Smartphones und Tablets gefallen seien, werde ersichtlich, wie wichtig dieser Markt für die Spieleentwickler sei.
Ein Schwergewicht im Bereich der Handyspiele sei der chinesische Technologie-Riese Tencent. Im zweiten Quartal dieses Jahres habe die Mobile-Gaming-Sparte rund 30 Prozent des Gesamtumsatzes ausgemacht. Die Marktposition komme nicht von ungefähr. Tencent besitze einige sehr namenhafte Entwicklerstudios wie Riot Games, welches für Spiele wie "Valorant" oder "League of Legends" bekannt sei, als auch Supercell, welche die Entwickler von "Clash of Clans" seien. Ebenso sei Tencent in Epic Games und Ubisoft investiert. Epic Games sei beispielsweise der Entwickler des weltbekannten Spiels "Fortnite".
Ein Unternehmen, das zwar keine Spiele entwickele aber dennoch von dem Trend Mobile-Gaming profitiere, sei Apple. Mit Apple Arcade habe das Unternehmen aus Kalifornien 2019 sein eigenes Abonnement-Modell für Videospiele geschafft. Noch vielbedeutender sei aber, dass Apple an jedem In-App-Kauf über Apps, welche im App Store erhältlich seien, mitverdiene. Denn 30 Prozent der dabei generierten Umsätze müssten an Apple abgeführt werden.
Bei den Spielekonsolen sei der japanische Hersteller Nintendo aktuell an der Spitze des Feldes. Denn die Nintendo Switch sei die am häufigsten verkaufte Konsole mit rund 124 Millionen Exemplaren. Die beiden anderen großen Hersteller seien Microsoft mit der XBOX und Sony mit der Playstation. Der Games- und Network Service Bereich habe bei Sony mit ca. 5,9 Milliarden US-Dollar des rund 26 Prozent des Gesamtumsatzes für das zweite Quartal ausgemacht. Microsoft habe im zweiten Quartal rund 3,5 Milliarden US-Dollar in der Gaming Sparte gemacht (Quelle: Statista). Im Bereich des PC-Gamings würden vor allem NVIDIA und AMD mit ihren Grafikkarten zu den großen Gewinnern zählen.
Neben den Konsolenherstellern gebe es noch die sog. "Publisher", welche die Spiele selbst entwickeln würden. Einer der wohl bekanntesten Publisher sei Electronic Arts. Mit seinen Videospielreihen "Battlefield", "Sims" oder "FIFA" präge das Unternehmen die Welt des Gamings seit Jahren. Im Geschäftsjahr 2022 habe Electronic Arts einen Umsatz in Höhe 6,9 Milliarden US-Dollar gemacht. Ebenso würden NetEase, Take Two Interactive und Ubisoft zu den großen Publishern gehören aber auch die Konsolenhersteller Sony und Microsoft hätten Entwicklerstudios, welche exklusive Inhalte für sie produzieren würden.
Gerade im Gaming-Bereich sehe man, wie wichtig Synergieeffekte seien. So seien Publisher als auch Hersteller von Spieleplattformen aufeinander angewiesen. Welches Unternehmen am Ende profitiere, sei oft nicht sofort ersichtlich. Hinzu komme, dass eine gute Performance in der Vergangenheit nicht unbedingt eine Indikation für zukünftige Stärke sei, da sich neue Spiele und Konsolen rasch am Markt etablieren könnten. Aus diesem Grund könnte eine Investition in die gesamte Branche sinnvoll sein, um das Risiko von Flops oder das Verpassen neuer Chance zu minimieren.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel der Turbo-Call-Optionsschein (ISIN DE000VU454X1/ WKN VU454X) auf Apple. Der Basispreis und der Knock Out befänden sich bei USD 156,53. Der Abstand zum Knock Out betrage 16,95%. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1. Der Hebel belaufe sich auf 5,82. Der Geldkurs liege bei EUR 3,00. Der Briefkurs werde bei EUR 3,01 gesehen. (Stand: 05.09.2023, 16:34)
Interessant sei auch der Turbo-Put-Optionsschein (ISIN DE000VU4RYS6/ WKN VU4RYS) auf die Aktie von Apple. Der Basispreis und der Knock Out würden USD 218,94 betragen. Der Abstand zum Knock Out betrage 16,16%. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1, der Hebel bei 6,15. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 2,87 und der Briefkurs betrage EUR 2,88. (Stand: 05.09.2023, 16:34)
Außerdem sei der Turbo-Call-Optionsschein (ISIN DE000VU49G48/ WKN VU49G4) auf Electronic Arts interessant. Der Optionsschein habe einen Basispreis und einen Knock Out von USD 101,54. Der Abstand zum Knock Out betrage 16,81%. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1. Der Hebel belaufe sich auf 5,72. Der Geldkurs liege bei EUR 1,94. Der Briefkurs werde bei EUR 1,95 gesehen. (Stand: 05.09.2023, 16:37)
Eine Investmentidee sei zudem der Turbo-Put-Optionsschein (ISIN DE000VM0G9R4/ WKN VM0G9R) auf Electronic Arts. Der Basispreis und der Knock Out befänden sich bei USD 138,63, das Bezugsverhältnis bei 0,1 und der Hebel bei 7,08. Der Abstand zum Knock-Out belaufe sich auf 13,57%. Der Geldkurs betrage EUR 1,64 und der Briefkurs EUR 1,65. (Stand: 05.09.2023, 16:37)
Ausgewählte Risiken:
Erhöhtes Verlustrisiko: Wegen der Hebelwirkung besteht bei Hebelprodukten, wie z.B. bei den hierin genannten Turbo-Optionsscheinen, ein erhöhtes Verlustrisiko (Totalverlustrisiko).
Marktrisiko/Preisänderungsrisiko: Der Wert des Zertifikats kann während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts fällt.
Währungsrisiko: Da die Währung des als Basiswert zugrunde liegenden Index nicht Euro ist und der Index Aktien und Wertpapiere enthält, die in anderen Währungen notieren (z.B. US-Dollar), hängt der Wert des Zertifikats auch vom Umrechnungskurs zwischen der jeweiligen Fremdwährung (z.B. US-Dollar) und Euro (Währung des Zertifikats) ab. Dadurch kann der Wert des Zertifikats (in Euro) über die Laufzeit erheblich schwanken.
Emittenten-/Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (05.09.2023/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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