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Analysen - Ausland
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22.06.2023
Discount-Optionsschein auf NVIDIA: Bäume dürften nicht in den Himmel wachsen - Zertifikateanalyse
ZertifikateJournal
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www.optionsscheinecheck.de
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Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe ein (ISIN DE000VU7TMX0/ WKN VU7TMX) von Vontobel auf die NVIDIA-Aktie (ISIN US67066G1040/ WKN 918422) vor.
Um satte 24 Prozent sei die NVIDIA-Aktie nach Vorlage der Quartalszahlen vor wenigen Wochen nach oben geschnellt. Der Zuwachs von 184 Mrd. Dollar beim Börsenwert sei einer der höchsten jemals gemessenen Werte an nur einem einzigen Tag gewesen. Kein Wunder: Die Daten hätten auf der ganzen Linie überzeugt. Der Chiphersteller habe einen Umsatz von 7,19 Mrd. Dollar verzeichnet, deutlich über dem Konsens von 6,52 Mrd. Dollar. Auch der Gewinn je Aktie sei mit 1,09 Dollar über den durchschnittlichen Schätzungen von 0,92 Dollar gelandet.
Als wäre das noch nicht genug, prognostiziere das Unternehmen für das laufende Quartal einen Umsatz von etwa elf Mrd. Dollar, was mehr als 50 Prozent über den Analystenschätzungen liege. NVIDIA-CEO Jensen Huang habe die "steigende Nachfrage" nach seinen Rechenzentrumsprodukten betont. Mit anderen Worten: Die Kunden würden ihre KI-Kapazitäten aufstocken.
Wer gedacht habe, die Aktie des Chip-Spezialisten würde nach dem Kurssprung in eine Konsolidierung übergehen, sei eines Besseren belehrt worden. Nach einer kurzen Verschnaufpause hätten sich die Papiere weiter nach oben aufgemacht, und mit 430 Dollar ein weiteres Rekordhoch markiert. Der Börsenwert sei auf 1,06 Billionen Dollar geklettert. Weltweit gebe es nur fünf Firmen, die mehr wert seien.
Sicherlich sei NVIDIA ein hoch profitables Unternehmen mit herausragender Marktstellung. Dennoch sei die Bewertung mit dem 19Fachen des für 2024 erwarteten Erlöses mehr als üppig, zumal die Konkurrenz nicht schlafe: Auch Intel und AMD hätten KI-Chips im Angebot. Die Bäume dürften für NVIDIA daher nicht in den Himmel wachsen - mit einem Discount Put würden sich spekulative Anleger in Stellung bringen. (Ausgabe 24/2023) (22.06.2023/oc/a/a)
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