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Analysen - DAX 100
15.05.2023
Open End Turbo Long auf Fresenius: Ist der Turnaround geschafft? - Optionsscheineanalyse
boerse-daily.de

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Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Harald Zwick von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Open End Turbo Long (ISIN DE000JX9GH87/ WKN JX9GH8) von J.P. Morgan auf die Aktie von Fresenius (ISIN DE0005785604/ WKN 578560) vor.

Die Aufwärtssequenz der Fresenius-Aktie seit Mitte Oktober 2022 baue auf den Vertrauensvorschuss für den neuen CEO Michael Sen auf. Dadurch habe ein fünfjähriger Abwärtstrend beendet werden können. Könnten die geplanten Gewinne auch erwirtschaftet werden, sollte der Kurs zumindest wieder die alten Höhen ins Visier nehmen.

Fresenius SE habe am 9. Mai die Bücher zum ersten Quartal 2023 geöffnet. Dabei habe das Unternehmen positiv überraschen können. Geschätzt worden sei ein Gewinn je Aktie von 0,61 Euro, gemeldet worden seien 0,69 Euro. Die besseren Zahlen und die hohen Erwartungen an einen Strukturwandel, angestoßen durch den neuen CEO Michael Sen, hätten am Tag der Veröffentlichung zu einem Kursgewinn von knapp 14 Prozent geführt.

Der Umbau werde Thema Nummer eins auf der Hauptversammlung von Fresenius diese Woche Mittwoch sein. Sen wolle das Unternehmen mit einer neuen Aufstellung effizienter und profitabler machen. Dabei wolle er im Kern in die Arzneitochter Kabi und den Krankenhausbetreiber Helios eingreifen. Die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) solle dekonsolidiert werden und in der Bilanz nicht mehr auftauchen.

In einem Bild der Experten habe der Aktienkurs eine lange Durststrecke hinter sich. Ab Mitte Juni 2017 sei ein Long-Investor nicht mehr glücklich geworden. Der Kurs habe sich vom All Time High bei 79,38 Euro bis zum partiellen Tief bei 19,69 Euro am 14. Oktober 2022 entwickelt. In der Spitze entspreche dies einem Verlust von 75 Prozent. Mittlerweile habe sich kurstechnisch die Lage wiederum etwas entspannt und es sei gemessen vom partiellen Tief wieder ein Kursgewinn von rund 40 Prozent erzielt worden.

Im Zuge der aktuellen Aufwärtssequenz seien zwei wichtige Chartmarken bei 23,33 Euro und 26,14 Euro überwunden worden. Der Widerstand um den Bereich bei 29,54 Euro sei am 10. Mai zwar getestet worden, habe aber nicht durchbrochen werden können. Sollte ein nachhaltiger Ausbruch darüber gelingen, würde sich das Chartbild signifikant verbessern. Fortgesetzte Kurssteigerungen in Richtung 33,64 Euro würden im Erfolgsfall wahrscheinlich. Bis in das Geschäftsjahr 2024/25 sei eine Gewinnsteigerung von 46 Prozent geplant, was das erwartete KGV auf aktuell 8,03 senke.

Die Aufwärtssequenz der Fresenius-Aktie seit Mitte Oktober 2022 baue auf den Vertrauensvorschuss für den neuen CEO Michael Sen auf. Dadurch habe ein fünfjähriger Abwärtstrend beendet werden können. Könnten die geplanten Gewinne auch erwirtschaftet werden, sollte der Kurs zumindest wieder die alten Höhen ins Visier nehmen.

Mit dem Open End Turbo Long könnten risikofreudige Anleger, die einen steigenden Kurs der Fresenius-Aktie in den nächsten Wochen erwarten würden, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,25 profitieren. Das Ziel sei bei 31,27 Euro angenommen (1,19 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere betrage 29 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position biete sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

Dieser könnte beim Basiswert bei 25,77 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Long ergebe sich daraus ein Stoppkurs von 0,64 Euro. Für diese spekulative Idee betrage das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,6 zu 1. (15.05.2023/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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