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Analysen - Ausland
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09.01.2023
Open End Turbo Short auf Salesforce: 71% Chance! Optionsscheineanalyse
boerse-daily.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Harald Zwick von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Open End Turbo Short (ISIN DE000KG7HZ71/ WKN KG7HZ7) der Citigroup auf die Aktie von Salesforce (ISIN US79466L3024/ WKN A0B87V) vor.
Der Aktienkurs von Salesforce befinde sich aktuell in einem Abwärtstrend. Eine Unterschreitung des geplanten Wachstumstempos aufgrund der Entlassungen sollte eher zu sinkenden Kursen führen. Zusätzlich befinde sich das erwartete KGV 2022/23 noch immer in schwindelerregender Höhe.
"Big Short"-Investor Michael Burry sage, die Salesforce-Aktie hätte nach der Ankündigung des großen Stellenabbaus um 25% fallen müssen. Salesforce habe am Mittwoch, den 4. Januar, einen Personalabbau angekündigt und einen Anstieg des Aktienkurses um 3,6% verzeichnet. Salesforce plane, seine Belegschaft um 10% zu reduzieren, um die Gewinnmargen zu steigern. Und das solle in den nächsten Wochen geschehen. CEO Marc Benioff habe den Arbeitnehmern in einem Brief mitgeteilt, dass Salesforce während der Pandemie zu aggressiv bei den Einstellungen gewesen sei. Der Unternehmenssoftware-Riese habe zum 31. Oktober 2022 weltweit etwa 80.000 Mitarbeiter gegenüber mehr als 49.000 zum 31. Januar 2020 beschäftigt. Bevor die geplanten Einsparungen realisiert werden könnten, müsse Salesforce zunächst etwa 1,4 bis 2,1 Milliarden US-Dollar investieren. Der Großteil der Aufwendungen entfalle auf Abfindungszahlungen.
Der Aktienkurs von Salesforce habe am 18. November 2021 den seit dem Corona-Sell-Off Mitte März 2020 etablierten Aufwärtstrend verlassen und habe unmittelbar danach eine Abwärtssequenz ausgebildet. Diese Abwärtssequenz sei am 12. Mai 2022 bei 154,64 US-Dollar in eine Seitwärtsrange übergegangen, die bis 31. August 2022 Bestand gehabt habe. Die darauffolgende Schwächephase habe bis letzten Freitag angedauert. In einem möglichen Szenario sei der Kursverlust in der Spitze im Ausmaß von 58 Prozent noch immer nicht tief genug. Ein Blick auf die KGVs zeige, dass Salesforce noch immer sehr üppig bewertet sei. Das erwartete KGV 2022/23 liege derzeitig bei 107,27. Für das Jahr 2023/24 sei beinahe eine Verdoppelung des Gewinns pro Aktie auf 1,92 US-Dollar geplant, womit das entsprechende KGV auf aktuell 66,82 sinke. Würden die Marktteilnehmer bei dermaßen hohen KGVs Zweifel am zukünftigen Wachstum bekommen, könne dies schnell zu einer Implosion des Kurses führen. Die aktuelle Schwächephase des Aktienkurses könnte zum neuerlichen Test des in der Coronakrise markierten Tief bei 116,20 US-Dollar führen.
Der Aktienkurs von Salesforce befinde sich aktuell in einem Abwärtstrend. Die Ankündigung, jeden 10. Mitarbeiter zu entlassen, habe bei den Aktionären für gute Stimmung gesorgt. Dennoch gehe der bekannte Shortseller Michael Burry von einer Überbewertung der Aktie von mindestens 25 Prozent aus.
Mit einem Open End Turbo Short könnten risikofreudige Anleger, die einen fallenden Kurs der Salesforce-Aktie in den nächsten Wochen erwarten würden, überproportional von einem Hebel in Höhe von 4,1 profitieren. Das Ziel sei bei 116,20 US-Dollar angenommen (5,47 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere betrage 24 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position biete sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.
Dieser könnte beim Basiswert bei 160,68 US-Dollar platziert werden. Im Open End Turbo Short ergebe sich daraus ein Stoppkurs bei 1,29 Euro. Für diese spekulative Idee betrage das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,2 zu 1. (09.01.2023/oc/a/a)
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