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Analysen - Ausland
10.11.2022
Endlos Turbo Long 199,7047 auf Amgen: Biotechaktie mit zweistelligem Kursplus seit Jahresbeginn - Optionsscheineanalyse
DZ BANK

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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Autor: Marcus Landau, Derivate-Sales-Experte bei der DZ BANK

Der Markt für Biotechnologie ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Eine moderne Arzneimittelentwicklung ist inzwischen ohne die Branche undenkbar. Ein weltweit führendes Unternehmen in diesem Bereich ist Amgen (ISIN US0311621009/ WKN 867900). Der Konzern fokussiert sich insbesondere auf Lösungen für Krankheiten mit wenig oder gar keinen Therapiemöglichkeiten. Die prall gefüllte Pipeline dürfte auch künftig für weitere Blockbustermedikamente und Wachstum sorgen.

Biotech mit Fokus auf die Verbesserung der Gesundheit


Die Gesundheit eines Menschen ist das wichtigste Gut. Ein gesunder Mensch hat viele Bedürfnisse. Wer aber schwer krank ist, hat nur den Wunsch wieder gesund zu werden. In der Regel benötigen dabei ältere Menschen dreimal so viel Gesundheitsfürsorge wie ihre jüngeren Mitmenschen. Aufgrund des demographischen Wandels verschiebt sich die Altersstruktur. Die Menschen werden zunehmend älter. Alterserscheinungen sind dann etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Inzwischen kann eine Vielzahl von Krankheiten behandelt werden. Dennoch gibt es einige Erkrankungen, die aufgrund ihrer Komplexität eine Heilung unmöglich machen. Der US-Konzern Amgen konzentriert sich auf die Behandlung jener Krankheiten mit keinen oder nur unzureichenden Therapiemöglichkeiten. Für die Erforschung seltener Erkrankungen, die zu 80% genetischen Ursprungs seien, spiele dabei die medizinische Biotechnologie zudem eine ganz besondere Rolle, zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Biotech-Report vom Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa).

Bei Amgen handelt es sich um einen solchen Biotechnologiekonzern. Die Biotechnologie ist ein Teilbereich der Gesundheitsbranche. Im Gegensatz zu der klassischen Pharmaindustrie setzt ein Biotechunternehmen auf Enzyme oder Zellen zur Behandlung von Erkrankungen. Genetische und molekularbiologische Methoden sowie Erkenntnisse über das menschliche Erbgut seien unerlässlich für ein besseres Verständnis dieser Erkrankungen und für das Finden möglicher therapeutischer Ansätze, wird im vfa-Report weiter erklärt.

Die Biotechnologiebranche

Ohne die Biotechnologiebranche wäre heute keine moderne Arzneimittelforschung bzw. -entwicklung mehr denkbar. Der Großteil der deutschen Biotechunternehmen arbeitet an neuartigen Arzneimitteln, wie Medikamente, Diagnostika oder Impfstoffe. Zudem werden auch Dienstleistungen in diesen Bereichen angeboten. Die Branche ist wohl besonders zukunftsträchtig und spannend. Im Zuge der Coronapandemie ist die Biotechnologie noch stärker in den Fokus gerückt. Konzerne wie Moderna oder BioNTech entwickelten mit ihren mRNA-Impfstoffen eine neuartige Behandlungsweise von Erkrankungen. Doch nicht erst seit der Coronapandemie würden biotechnologische Therapien einen festen Platz in der Gesundheitsversorgung einnehmen, erklärte Amgen-Chef Manfred Heinzer. Fast jede zweite Neuzulassung auf dem Markt für Pharmaprodukte war im vergangenen Jahr durch einen biotechnologischen Ansatz hergestellt. In den vergangenen zehn Jahren war der Anteil von 12% in 2011 auf 46% in 2021 angestiegen. Das zeigen die Ergebnisse des vfa Biotech-Reports. Auch der Umsatz mit Biopharmazeutika ist gegenüber 2020 um 10,2% auf 16,1 Mrd. Euro in die Höhe geklettert. In allen medizinischen Anwendungsgebieten hat es ein Wachstum gegeben. Der Umsatz am Gesamtpharmamarkt hat sich von 30,8% auf 31,4% leicht erhöht.

Starke Produkt Pipeline

Auch die Pipeline von Amgen ist prall gefüllt. Allein im Standort Deutschland sind Wirkstoffe gegen fünf verschiedene Krebserkrankungen in der Entwicklung. Bereits 2015 hatte der Forschungsstandort München ein innovatives Arzneimittel auf der BiTE-Technologie gegen Leukämie auf den Markt gebracht. Der innovative Ansatz aus München aktiviert körpereigene T-Zellen im Kampf gegen Krebs. Es war das erste Arzneimittel, welches mit dieser Technologie in der EU zugelassen wurde. "Die Krebsforschung von ARM (Research München) sei ein Beispiel für das Potenzial und die internationale Bedeutung des Forschungsstandorts Deutschland", betonte Manfred Heinzer.

Mehr als zwei Dutzend Medikamente befinden sich bei Amgen in der Entwicklung. Therapiebereiche sind etwa Knochengesundheit, Onkologie und Entzündungen. Vor allem im Bereich der Onkologie und Hämatologie ist der Konzern breit aufgestellt. Die Therapien konzentrieren sich auf über ein Dutzend verschiedener Krebserkrankungen von Blutkrebs bis hin zu Tumoren.

Ein signifikanter Teil der Einnahmen wird für die Forschung und Entwicklung weiterer Medikamente eingesetzt. Dem Jahresbericht 2021 zufolge gab es zum Ende des Jahres 19 Entwicklungsprogramme in der frühen Phase-1, neun Programme in der Phase-2 und 12 Programme in der abschließenden Phase-3. Das ist die ausführlichste Phase im Zuge einer Medikamentenentwicklung. Sie kann mehrere Jahre andauern und eine Vielzahl an Studienteilnehmern umfassen.

Ein führendes Medikament ist etwa Enbrel. Es ist ein Arzneimittel das etwa bei rheumatoider Arthritis oder bei chronischer mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis (Schuppenflechte) bei Kindern ab vier Jahren und Erwachsenen eingesetzt wird. Allein im 2. Quartal des laufenden Jahres haben sich die Nettoverkäufe aus dem Wirkstoff auf über 1 Mrd. USD belaufen. Das knochenstärkende Medikament Prolia machte mit Erlösen von über 900 Mio. USD ebenfalls einen signifikanten Teil am Umsatz aus.

Mit Repatha existiert auch eine Therapieform gegen die häufigste Todesursache in Deutschland. Für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Schlaganfälle und Herzinfarkte, kann unter anderem ein hoher LDL-Cholesterinspiegel die Ursache sein. Die sogenannten PCSK9-Hemmer können die Wirkung eines bestimmten Proteins "neutralisieren" und zu einer Senkung des LDL-Cholesterinspiegels führen.

Quartalszahlen

Im 2. Quartal des laufenden Jahres hat Amgen mit soliden Zahlen überzeugen können. Der Nettogewinn ist von 1,01 Mrd. USD. auf 2,5 Mrd. USD angestiegen. Die Umsatzerlöse haben zwar unter gesunkenen Absatzpreisen und Wechselkurseffekten gelitten, sind aber dennoch leicht (1%) auf 6,59 Mrd. USD gestiegen. Ein starkes Wachstum verzeichneten die Verkäufe bei dem Osteoporose Medikament Evenity. Der Erlös des Mittels ist um 46% auf 191 Mio. USD gestiegen. Auch für die Arzneimittel Repatha und Prolia hat Amgen etwa ein zweistelliges Wachstum verzeichnet. Das Umsatzwachstum der vergangenen zwei Jahre beläuft sich auf über 5,4%. Auch die wichtige Kennzahl, die operative Marge, hat sich um 21,1 Prozentpunkte auf 34,6% (GAAP) verbessert. Auf Basis der Daten von 2021 hat die Dividendenrendite von 2,62% betragen. In den vergangenen Jahren hat sich die Ausschüttung und die Dividendenrendite solide entwickelt. Der Free-Cashflow, aus dem die Ausschüttung gezahlt wird, ist zum Vorjahr konstant bei 1,7 Mrd. USD geblieben.

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern einen Umsatz in der Spanne von 25,5 Mrd. bis 26,4 Mrd. USD. Dank der prallen Pipeline an Produkten wird mittelfristig ein weiteres solides Wachstum angestrebt. Das Ziel bis 2030 sei ein mittleres einstelliges prozentuales Umsatzwachstum.

Trading-Idee: Endlos-Turbo Long Optionsschein auf Amgen Inc.

Anleger, die von einer positiven Geschäftsentwicklung des Unternehmens Amgen Inc. ausgehen, könnten als Alternative zu einem Direktinvestment mit einem Endlos-Turbo Long Optionsschein der DZ BANK bezogen auf die Amgen Inc.-Aktie (Basiswert) auf ein solches Szenario setzen (z.B. WKN DW33TF). Dieses Produkt ist nicht währungsgesichert. Die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses hat damit Auswirkungen auf die Höhe des in EUR zahlbaren Rückzahlungsbetrags. Mit Endlos-Turbo Long Optionsscheinen können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert ein Endlos-Turbo Long Optionsschein auf kleinste Kursbewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts. Da die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken oder sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in voller Höhe zurückgezahlt wird. Sollte der Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit eines Endlos-Turbo Long Optionsscheins auf oder unter der sog. Knock-Out-Barriere notieren (Knock-out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo long Optionsschein wertlos. Die Knock-Out-Barriere wird täglich angepasst. Ansprüche aus dem zugrunde liegenden Basiswert (z.B. Dividenden, Stimmrechte) stehen dem Anleger nicht zu. Ein Endlos-Turbo long Optionsschein hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann einen Endlos-Turbo long Optionsschein an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen.

Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger bei einem Endlos-Turbo long Optionsschein mit Basiswert Amgen Inc.-Aktie, wenn der Kurs der Aktie des Unternehmens Amgen Inc. zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihren Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

Stand: 07.11.2022, DZ BANK AG/Online-Redaktion

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