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Analysen - Nebenwerte
30.05.2003
Borussia Dortmund kaufen
GBC-Research

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Die Analysten von GBC-Research empfehlen die Aktien von Borussia Dortmund (ISIN DE0005493092/ WKN 549309) zum Kauf.

Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit sei der Profifußball und die wirtschaftliche Nutzung damit verbundener Einnahmepotentiale. Den Hauptteil der Einnahmen erziele die Gesellschaft aus dem Verkauf von Fernsehrechten, Eintrittskarten sowie durch Werbung (Sponsoring) und dem Verkauf von Fan-Artikeln (Merchandising). Neben dem Kerngeschäft Profifußball engagiere sich Borussia Dortmund in sportnahen Geschäftsfeldern. Hier würden teilweise zusammen mit strategischen Partnern Gemeinschaftsunternehmen gebildet.

Die laufende Champions-League-Saison, in der Dortmund unglücklich in der Zwischenrunde ausgeschieden sei, habe dem Verein geschätzte Einnahmen von etwa 30 Mio. Euro gebracht. Bei den Merchandising-Aktivitäten, also dem Verkauf von Fanartikeln wie Trikots sehen die Analysten von GBC-Research deutliches Potenzial. Dortmund habe es dabei auch auf den chinesischen Markt abgesehen, wahrscheinlich werde mittelfristig auch noch der ein oder andere Spieler aus dem Reich der Mitte verpflichtet. Die Konzerngesamtleistung sei im ersten Halbjahr 2002/03 um 11% auf 83,8 Mio. Euro gestiegen, das Ergebnis sogar um 128% auf 7,3 Mio. Euro. Die Umsätze in den Geschäftsfeldern Spielbetrieb, Merchandising und TV-Vermarktung seien deutlich gesteigert worden.

Positiv auf das Halbjahresergebnis habe sich insbesondere die Veräußerung der Westfalenstadion Dortmund GmbH & Co. KG für 75,4 Mio. EUR an die Molsiris Vermietungsgesellschaft ausgewirkt. Die Marktkapitalisierung liege (Kurs: 3,17) lediglich bei 61,80 Mio. Euro. Das Eigenkapital zum 31.12.02 habe 152,5 Mio. Euro betragen, was einen Buchwert von 7,82 Euro pro Aktie bedeute. Das Kursbuchwert-Verhältnis betrage somit nur 0,40. Sogar die Nettocashposition liege aktuell über der derzeitigen Marktkapitalisierung. Borussia Dortmund sei an der Börse deutlich weniger wert als Manchester United (ManU). ManU habe eine ca. 10x so hohe Marktkapitalisierung und Juventus Turin eine ca. 4x so hohe und dies bei 400 Mio. Euro Fremdkapital.

Adidas habe beispielsweise letztes Jahr für 10% an Bayern München 77 Mio. Euro bezahlt - das bedeute hochgerechnet um die 770 Mio. Euro Marktkapitalisierung - Dortmund sei aktuell mit 61,80 Mio. Euro weniger als ein Zwölftel wert. Gerüchteweise könnte das Deutsche Bank-Paket auch von dem Adidas-Konkurrenten NIKE übernommen werden, der einen größeren Einstieg in den deutschen Fussballmarkt plane.

Es bleibt also weiterhin spannend beim BVB und die Analysten von GBC-Research vergeben für Borussia Dortmund trotz der vorerst direkt verpassten Championsleague-Qualifikation das Rating "kaufen".



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