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Analysen - Nebenwerte
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29.05.2003
Sixt akkumulieren
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Die Experten von "Oberbayerischer Börsenbrief" empfehlen die Aktie der Sixt AG (ISIN DE0007231326/ WKN 723132) zu akkumulieren.
Dem größten deutschen Autovermieter sei es im ersten Quartal, dem traditionell schwächsten Zeitraum des Geschäftsjahres, gelungen, ein positives Vorsteuerergebnis zu erwirtschaften. Das Konzernergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) habe 0,3 Mio. Euro erreicht, nach minus 0,5 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wesentlichen Anteil daran hätten die Reduzierung des Vorsteuerverlustes im Geschäftsbereich e-Commerce um 1,1 Mio. Euro auf minus 0,9 Mio. Euro und ein leicht verbessertes EBT im Geschäftsbereich Autovermietung.
Der operative Umsatz aus Vermiet-, Leasing- und e-Commerce-Geschäften habe sich in einem weiter von großen Unsicherheiten geprägten Marktumfeld um 0,9% auf 209,0 Mio. Euro erhöht (Vorjahreszeitraum: 207,1 Mio. Euro). Der Umsatz aus Verkäufen von Fahrzeugen des Vermiet- und Leasingbestandes sei von 265,4 Mio. Euro um 31,6% auf 349,4 Mio. Euro gestiegen, wobei die Steigerung vor allem auf die erhöhte Einsteuerung von Fahrzeugen in die Vermietflotte ab dem Sommer 2002 zurückzuführen sei, die nach der üblichen Haltedauer von sechs Monaten wieder verkauft worden seien. Der gesamte Konzernumsatz habe um 18,3% auf 559,1 Mio. Euro zugenommen (erstes Quartal 2002: 472,6 Mio. Euro).
Nach dem intakten Abwärtstrend der vergangenen drei Jahre scheine sich die Aktie während der letzten Monate auf dem aktuellen Kursniveau zu stabilisieren und dabei einen Boden auszubilden. Charttechnisch von Bedeutung sei dabei zum einen, dass das Märztief bei 6,90 Euro nicht mehr nachhaltig unterschritten werde, zum anderen, dass der Ausbruch über den 100-Tage-Durchschnitt bei 7,60 Euro gelinge. Keine Aussagekraft hätten momentan der RSI sowie die Stochastik, die nach einem leichten Anstieg im neutralen Bereich notieren würden.
Nach einer eingehenden Analyse des Marktes für "Low-Cost-Autovermietangebote" habe der Vorstand beschlossen, in diesem Marktsegment künftig mit der Konzernmarke SIXTI neue Produkte anzubieten. Vom 28. Mai 2003 an könnten in allen europäischen Sixt Corporate Ländern in zunächst 22 SIXTI-Stationen Fahrzeuge zu niedrigen Basispreisen gemietet werden. SIXTI solle eine neue Gruppe der Privatkunden erschließen und sei klar von den herkömmlichen Premium-Produkten der Sixt Autovermietung abgegrenzt. Im ersten vollen Jahr 2004 sei für SIXTI ein Umsatz von 10 bis 15 Mio. Euro und der Break-Even geplant. In den Folgejahren würden deutlich zweistellige Wachstumsraten erwartet. Die Sixt AG sei eine langfristig interessante Aktie, die sich ausgezeichnet zur Depotbeimischung eigne.
Die Experten von "Oberbayerischer Börsenbrief" stufen die Aktie der Sixt AG mit einem Kursziel von 9 Euro mit "akkumulieren" ein.
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