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News - Ausland
12.05.2003
Nokia präsentierte Quartalszahlen
turyinvest.com

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Am 17. April präsentierte der weltweit größte Handyhersteller Nokia (ISIN US6549022043/ WKN 892885) die Zahlen für das 1. Quartal 2003, berichten die Analysten von "Tury Invest"

Mit einem Umsatzrückgang von 3% auf Jahresbasis habe Nokia laut dem CFO, Olli-Pekka Kallas-vuo, das Ergebnis um 13% von EUR 863 Mio. im Vorjahr auf EUR 977 Mio. steigern können. Mit einem Gewinn je Aktie von EUR 0,20 habe der Handyriese sowohl das Vorjahrsergebnis von EUR 0,18 Aktie als auch die Erwartungen der Analysten von EUR 929 Mio. Netto-Ergebnis übertreffen können.

Nokia habe in der Handysparte den Umsatz sogar um 1% auf 5,48 Mrd. steigern können. Die operative Marge im Handybereich habe von 21,8% im Vorjahr auf 23,5% verbessert werden können. Im Vorquartal habe die Marge noch 24,4% betragen. Der Handyriese habe den Marktanteil auf 38% von 37,4% im Vorjahr vergrößern können. Im Weihnachtsquartal habe der Anteil noch 39% betragen. Nach Morgan Stanley habe sich dafür Europa, trotz des bereits hohen Marktanteiles, verantwortlich gezeigt. In China solle der Marktanteil des Unternehmens gleich geblieben sein, und in den USA solle der Marktanteil weiter rückläufig sein.

Nokia habe sich jedoch zuversichtlich über Marktanteilsgewinne für das restliche Jahr gezeigt. Der Handyhersteller führe neue CDMA1X (Qualcomm) Produkte ein und refokussiere die Distribution in China. Nokia habe derzeit insgesamt 17 neue Modelle mit Kamera, Farbdisplay und poly-phone Klingeltöne eingeführt. Der durchschnittliche Verkaufspreis sei in etwa unverändert geblieben, wobei Nokia von der Einführung der neuen Handys profitiert habe. Morgan Stanley gehe davon aus, dass der finnische Konzern von diesem Effekt nur noch etwa ein Jahr profitieren werde. Zudem glaube das Investmenthaus, dass es Nokia auch nicht gelingen werde, den hohen Marktanteil zu behalten. Dies dürfte zu einem begrenzten Volumenwachstum und zu einer rückgängigen Marge führen.

Nach Morgan Stanley dürften deshalb die Gewinne von Nokia bis 2007 durchschnittlich um 5,8% p.a. zurückgehen. Aufgrund der starken Zahlen von Nokia habe Morgan Stanley das Kursziel von EUR 10 auf EUR 13 jedoch angehoben, nachdem die EPS für 2003 von EUR 0,71 auf EUR 0,76 und für 2004 von EUR 0,66 auf EUR 0,72 angehoben worden seien. Dies entspreche einen EPS Rückgang von -8,2% für 2003 und -4% für 2004. Die Deutsche Bank sehe den fairen Wert von Nokia bei EUR 17, wobei die EPS für 2003 einen Rückgang von -2,1% auf 0,80 und 2004 ein Wachstum von +8,9% auf 0,87 haben sollten. Nokia selbst rechne für 2003 mit einem Wachstum der weltweiten Handyverkäufe von 10%. Im 2. Quartal 2003 dürfte nach Nokia ein Umsatzwachstum von 4 bis 12% wahrscheinlich sein.

In der Netzwerkssparte sei der Umsatz im 1. Quartal um 15% auf EUR 1,4 Mrd. zurück gegangen. Nokia rechne dort auch nicht mit einer baldigen Geschäftsbelebung. Der Konzern habe seine ursprüngliche Prognose von einem Umsatzrückgang von -10% auf -15% revidiert. Deshalb möchte Nokia weitere 1.800 Mitarbeiter in dieser Sparte abbauen. Nokia bleibe weiterhin Core-Holding im Tury Global Equity.



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