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Analysen - Ausland
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28.05.2003
AutoZone vor Gewinnmitnahmen?
Wegelin & Co.
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von Wegelin & Co. sind der Meinung, dass Gewinnmitnahmen bei der Aktie von Autozone (ISIN US0533321024/ WKN 881531) einsetzen könnten.
Der auf den Verkauf von Automobilersatzteilen sowie Zubehörartikeln fokussierte Konzern habe nach Börsenschluss an der Wall Street auf dem Gewinnprüfstand gestanden: Im 3. Q 03 (verschobenes Geschäftsjahr) habe eine Gewinnsteigerung von 23% erwirtschaftet werden können, womit der Gewinn pro Aktie bei 130 Cents gelegen habe. Die Auguren hätten 127 Cents prognostiziert. Der Umsatz sei durch höhere Absatzleistungen bei der Ersatzteilsparte sowie den Autoreparaturzentren begünstigt worden und habe 1,28 Mrd. Dollar betragen. Damit habe AutoZone jedoch die Vorgaben der Experten von 1,3 Mrd. Dollar nicht ganz zu erfüllen vermocht. Die Bruttomarge habe sich von 44,19% auf 46,42% gesteigert. Die "same-store-sales" hätten ein Wachstum von 2,8% erfahren.
Das mit mehr als 3.000 Läden in den USA und Mexiko operierende Unternehmen habe dann noch darauf hingewiesen, dass weiter an der Kostendisziplin gearbeitet werde, um die Aufwendungen tief zu halten und dadurch die Margensituation zu verbessern. Obwohl die Umsatzleistung nicht ganz den Vorstellungen der Analysten entspreche, könne nach wie vor festgehalten werden, dass die US-Autolenker ihre Fahrzeuge vermehrt reparieren und aufrüsten würden, um dadurch einen Neukauf herauszuschieben. Diesem Umstand sei bei der AutoZone-Aktie in der letzten Zeit stark Rechnung getragen worden, denn das Papier habe seit Jahresbeginn 2003 eine fulminante Kursrallye erlebt (in der Neujahrswoche habe die Aktie noch bei rund 65 Dollar notiert). Die Kommentare über die Kostendisziplin würden im heutigen Umfeld bereits zur "Standardäußerung" gehören und könnten deshalb keinen neuen Impuls geben.
AutoZone habe mehr oder weniger das geliefert, was die Finanzgemeinde erwartet. Ein neuer Antriebsmotor für die etwas "überhitzte" Aktie von AutoZone fehlt, womit Gewinnmitnahmen einsetzen dürften, so die Analysten von Wegelin & Co.
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