|
Analysen - DAX 100
|
07.02.2000
Klöckner Werke Outperformer
WestLB
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Bei der gestrigen Analystenkonferenz habe der Duisburger Packaging-Konzern Klöckner-Werke (WKN 678000) erstmals die Spartenergebnisse der drei Bereiche offengelegt, berichten die Analysten der WestLB.
Als Konsequenz dieser gesteigerten Transparenz sei es nun möglich konkrete Renditeziele und Synergiepotentiale zu identifizieren. Die zusätzlich publizierten Daten des ersten Quartals 1999/2000 würden die weiterhin positive Entwicklung im Unternehmen bestätigen. Darüber hinaus würden jüngste Meldungen der WCM andeuten, dass eine Übernahme möglicherweise kurz bevorstehe. WCM habe kürzlich bekannt geben, dass bereits eine Beteiligung von deutlich über 10% existiere und gegebenenfalls Interesse an einer Mehrheit bestünde. Aufgrund dieser Übernahmephantasie sehen die Experten über ihr fundamentales Kursziel von 124 EUR (Fair Value) hinausgehend weiteres Kurspotential bis 135 EUR. Trotz Ergebnisbelastung in der ersten Jahreshälfte durch Krisen in Osteuropa und Asien sei auf Jahressicht das Ergebnis weiter gesteigert worden. Als Gründe hierfür seien u. a. die weiter verbesserte Marktstellung in USA, Kanada und Lateinamerika, sowie die Übernahme des englischen Hartfolienproduzenten Stanley Smith zu identifizieren. Die Strategie für die Zukunft sehe die regionale Expansion sowie die Fokussierung auf attraktive Märkte (Pharma, Nahrungsmittel und Kreditkarten) vor. Des weiteren seien Akquisitionen geplant, um die Zielrendite von 14% und den weiteren Ausbau des Foliengeschäfts zu realisieren.
Es sei geplant, die Sparte Abfülltechnik, die bisher als eigenständige KHS AG im Freiverkehr gelistet sei, in den Klöckner-Konzern einzugliedern. Während bei der Abfülltechnik lediglich in den USA eine positive Geschäftsentwicklung zu verzeichnen gewesen sei, sei die Nachfrage vor allem in West- und Osteuropa, aber auch in Asien und Lateineuroopa gesunken. Hier sei insbesondere in Brasilien eine deutliche Anpassung des Break-Even Punktes an weiter verschlechterte Umfeldbedingungen nötig. Insgesamt sei es aufgrund konsequenter Rationalisierungsmaßnahmen dennoch gelungen, signifikante Ergebnisverbesserungen zu erzielen. Auf Sicht von fünf Jahren sei für das Geschäftsfeld Abfülltechnik eine Zielrendite von 7% anvisiert. Dieses Ziel solle u. a. über die Marktführerschaft in der Abfüll-Technologie, stärkerer Fokussierung auf Etikettierter, Service und Ersatzteile, sowie Aquisitionen realisiert werden.
Wegen schlechter weltwirtschaftlicher Umfeldbedingungen würden die Ergebnisse der Sparte Verpackungstechnik deutlich unter den Vorjahreswerten liegen. Als strategische Reaktion sei eine neue Struktur etabliert worden, welche die Bereiche Pharma/Kosmetik, Nahrungsmittel/Süßwaren, Endverpackung, sowie Verpackungsservice vorsehe. Zur Stärkung der Sparte seien Kooperationen auf internationaler Ebene geplant, um die angestrebte Zielrendite von 7% erreichen zu können.
|