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Analysen - Ausland
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28.04.2003
Pankl Racing Systems mit Potenzial
Bluebull
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Experten von "Bluebull" sehen in ihrem Börsenbrief "BLUeu" für die Pankl Racing Systems-Aktie (ISIN AT0000800800/ WKN 914732) weitere Synergiepotenziale.
Pankl Racing Systems (PRS) sei ein führender Produzent für hochfeste Leichtbaukomponenten für die internationale Rennsportindustrie, die Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie. PRS sehe sich als Technologieführer und Entwicklungspartner der Kunden hinsichtlich der technischen Weiterentwicklung. Das Unternehmen könne den Rennsport-Teams umfassende Servicepakete anbieten. Pankl sei weltweit tätig und verfüge über (Produktions- und/oder Vertriebs-) Töchter in Europa, Japan und USA.
PRS sei in zwei Divisionen geteilt, Motorsysteme (Umsatzanteil 2001/02 bei 49%) und Fahrwerks- und Antriebssysteme (Anteil bei 47%). Zu den Anwendungsgebieten der PRS-Produkte würden spezifische Bereiche des Motorrennsports, wie Formel 1, CART, Touring Cars, Rallye, NASCAR, FIA GT Cars, IRL, DTM etc. zählen. Der geschätzte Prozentsatz an Rennwagen der Rennserie, die mit mindestens einer PRS-Komponente ausgestattet seien, liege in der Formel 1 über 50%.
In der Luftfahrtindustrie beliefere PRS Kunden wie Sikorsky, Agusta, Eurocopter mit Haupt- und/oder Heckrotorwellen. Selbst Luxusautomobilhersteller wie Ducati, Porsche, Mercedes und Ferrari beliefere PRS mit Motor- und Antriebssystemen. Pankl habe im 1. Quartal 2002/03 eine Umsatzsteigerung um 11% auf 14,6 Mio. Euro ausgewiesen. Das EBIT des ersten Quartals habe nach F&E Projekten 0,8 Mio. Euro erreicht, verglichen mit 1,6 Mio. Euro im 1. Quartal 2001/02 (ebenfalls nach F&E Projekten).
Vor F&E Aufwendungen habe das EBIT bei 1,5 (2,2) Mio. Euro gelegen. Gründe für diesen Rückgang seien neben Investitions- und Restrukturierungsaufwendungen in Europa und den USA auch die nach wie vor schwache konjunkturelle Ausgangssituation. Zu erwähnen seien ferner rückläufige Sponsortätigkeiten beiderseits des Atlantiks sowie die Tatsache, dass viele kleinere Teams einen strikten Sparkurs eingeleitet hätten. Die EBIT-Marge nach F&E-Aufwendungen sei auf 5,4% zurück gefallen. Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres sei der Erwerb der verbliebenen 70% an Pankl sowie eine Verschmelzung mit dem Profitcenter "Antriebssysteme" erfolgt.
Somit sei ein neues Kompetenzzentrum "Pankl Fahrwerks- und Antriebssysteme" in Kapfenberg aufgebaut worden, die in den Jahren 2002 und 2003 angelaufenen Kosten hierfür lägen bei insgesamt 8 Mio. Euro. Die Reglementänderungen in der Formel 1 würden ab 2004 zu Umsatzrückgängen - ohne Gegenstrategie - von rund 5 Prozent führen. Wie bereits erwähnt, würden zur Absicherung des Umsatzvolumens respektive zur Beibehaltung der Umsatzwachstumsraten in der Zukunft neue Projekte wie Kurbeltrieb und Racing-Getriebe begonnen, sie würden zunächst ebenfalls Kosten verursachen und bei der Markteinführung noch unterdurchschnittliche Margen liefern.
Für das laufende Geschäftsjahr erwarte das Unternehmen ein moderates Umsatzwachstum,. Aufgrund des von großer Unsicherheit geprägten Marktumfeldes verzichte das Management zum jetzigen Zeitpunkt auf die Nennung konkreter Umsatz-Ergebnisziele.Ein Umsatzvolumen von knapp 65-70 Mio. Euro erscheine für das laufende Geschäftsjahr 2002/03 erreichbar. Beim EBIT respektive Jahresüberschuss habe man in der Planung einen vorsichtigen Ansatz gewählt und erwarte nun eine kleine Verbesserung von der Basis 2001/02 - vor wie auch nach F&E. Die Margen sollten sich in den kommenden Perioden im hohen einstelligen Prozentbereich stabilisieren; neuen Projekte wie Kurbeltrieb und Racing-Getriebe könnten auch wieder zweistellige Werte ermöglichen.
Die Experten von "Bluebull" gehen im "BLUeu" davon aus, dass bei Pankl Racing Systems weitere, signifikante Synergiepotenziale existieren.
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