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News - Nebenwerte
26.01.2000
Schuler Geschäftsjahr 1998/99
Ad hoc

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Der Schuler Konzern (DE0007210635) konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 1998/99 um 73,7 % auf DM 70,2 Mio. steigern. Das EBIT vor a.o. Aufwand verbesserte sich um 51,7 % auf DM 75,1 Mio. Trotz des außerordentlichen Aufwands für den Börsengang in Höhe von DM 7,9 Mio. und der deutlich gestiegenen Ertragsteuerquote stieg der Konzernjahresüberschuß um 23,0 % auf DM 34,2 Mio.

Das DVFA/SG-Ergebnis erhöhte sich im Berichtsjahr 1998/99 um 37,0 % auf EUR 12,86 Mio. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von EUR 0,74 (Vj. EUR 0,54). Dabei ist zu berücksichtigen, daß erfolgsneutrale Firmenwert-Verrechnungen mit Rücklagen nach den neuen Vorschriften im DVFA/SG-Ergebnis bereinigt wurden.

Aufgrund der positiven Ertragsentwicklung hat der Aufsichtsrat der Schuler AG dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, der Hauptversammlung am 11. April 2000 eine Dividende von EUR 0,45 je Vorzugsaktie vorzuschlagen.

Umsatzwachstum in allen Geschäftsbereichen

Alle Geschäftsbereiche trugen mit höheren Erlösen zur Ausweitung des Konzernumsatzes um 12,9 % auf DM 1.142,1 Mio. bei. Im Bereich Mechanical Press Systems nahm das Geschäftsvolumen um 20,6 % auf DM 545,1 Mio. zu. Bereinigt um Konsolidierungseffekte aus der erstmaligen Einbeziehung von Prensas Schuler, Brasilien, ergibt sich eine Umsatzsteigerung um 6,2 %. Den größten Zuwachs verzeichnete der Bereich Hydraulic Press Systems. Hier konnte das Geschäftsvolumen um 30,5 % auf DM 281,1 Mio. ausgeweitet werden. Der Bereich Hydroforming erzielte ein Plus von 11,1 % auf DM 81,1 Mio. Im Geschäftsbereich Engineering & Automation erhöhten sich die Umsätze um 11,2 % auf DM 273,0 Mio.

Auftragsplus von 17,9% sichert weiteres Wachstum

Der Auftragseingang im Schuler Konzern stieg im Geschäftsjahr 1998/99 um 17,9 % auf DM 1.284,5 Mio. Damit konnte sich Schuler auch bei der Auftragsentwicklung deutlich von der stagnierenden Branchenkonjunktur abkoppeln. Im Inland nahmen die Auftragseingänge um 35,6 % auf DM 614,9 Mio. zu. Die Bestellungen aus dem Ausland beliefen sich auf DM 669,6 Mio.

Investitionstätigkeit in den Wachstumsbereichen forciert

Im Berichtsjahr 1998/99 wurden DM 58,5 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Schwerpunkte bildeten Kapazitätserweiterungen in den schnell wachsenden Geschäftsbereichen Hydroforming und Hydraulic Press Systems. Den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen standen Abschreibungen in Höhe von DM 46,9 Mio. (Vj. DM 37,6 Mio.) gegenüber. Der Cash-flow verbesserte sich im Berichtszeitraum um 23,1 % von DM 65,4 Mio. auf DM 80,4 Mio.

Ausbildungsquote im Inland auf 7,9 % erhöht

Zum 30. September 1999 waren 4.274 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Schuler Konzern (Vj. 3.414) beschäftigt. Die Zunahme resultiert primär aus der Erstkonsolidierung von Prensas Schuler mit 641 Mitarbeitern. In den Inlandsgesellschaften befanden sich zum Jahresende 238 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Die Ausbildungsquote erhöhte sich auf 7,9 % (Vj. 6,9 %). Die Wertschöpfung je Mitarbeiter verbesserte sich von TDM 116 auf TDM 119.

Schuler will Umsatz- und Ertragskraft 1999/00 weiter stärken

Als Systemanbieter mit weltweit vernetzten Standorten sieht sich Schuler gut positioniert, um weiterhin erfolgreich an den Veränderungsprozessen in der internationalen Automobil- und Zulieferindustrie zu partizipieren. Vor allem der Geschäftsbereich Hydroforming erhält durch den Bau eines Hydroforming Centers in Detroit, USA, wichtige Wachstumsimpulse.

Im Geschäftsbereich Engineering & Automation wird das Leistungsspektrum im Bereich Karosserietechnik systematisch erweitert und die Entwicklungspartnerschaft mit der Automobilindustrie intensiviert. Aufbauend auf der langjährigen Erfahrung und Kompetenz im Werkzeugbau und in der Teilefertigung wird die neu firmierte Schuler Cartec (ehemals Schuler Pfleghar Werkzeugsysteme) zukünftig komplexe Entwicklungsaufgaben übernehmen und als Generalunternehmer Prototypen und Werkzeuge für komplette Fahrzeugbaugruppen liefern. Dieser ganzheitliche Ansatz entspricht dem wachsenden Bedarf der Automobilindustrie nach Komplettlösungen.
Des weiteren wird die Integration der Lasertechnik in die Umformtechnik zügig vorangetrieben. Erste Projekte, in denen das bestehende Programm an Held Lasersystemen in Schuler Fertigungsanlagen zum Einsatz kommt, sind bereits angelaufen.

Der Schuler Konzern ist mit einem Rekordauftragsbestand von DM 1.269,2 Mio. in das Geschäftsjahr 1999/00 gestartet. Vor dem Hintergrund der regen Projekttätigkeit in den wichtigsten Absatzmärkten und der positiven Auftragsentwicklung in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres geht die Unternehmensleitung von einem weiteren Umsatz- und Ertragswachstum in 1999/00 aus.
(2000-01-26)

Kennzahlen Schuler Konzern

1997/98 1998/99 Veränderung
Umsatz in Mio. DM 1.011,9 1.142,1 + 12,9 %
- davon Auslandsanteil in % 64,1 65,7
Auftragseingang in Mio. DM 1.089,8 1.284,5 + 17,9 %
Auftragsbestand 30. Sept. *) in Mio. DM 1.006,3 1.269,2 + 26,1 %
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit in Mio. DM 40,4 70,2 + 73,7 %
EBIT in Mio. DM 49,6 75,1 + 51,7 %
vor a.o. Aufwand
Jahresüberschuß in Mio. DM 27,8 34,2 + 23,0 %
Mitarbeiter 30. Sept. 3.414 4.274 + 25,2 %
inkl. Auszubildende
Eigenkapital **) in Mio. DM 90,2 205,4 + 127,7 %
Bilanzsumme 30. Sept. in Mio. DM 624,9 924,8 + 48,0 %
Cash-flow in Mio. DM 65,4 80,4 + 23,1 %
Investitionen ***) in Mio. DM 40,2 58,5 + 45,5 %

*) inkl. Auftragsbestand der Neuakquisitionen
**) Firmenwerte bis 1997/98 erfolgsneutral mit Rücklagen verrechnet
***) immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen ohne Erweiterungen des Konsolidierungskreises



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