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Analysen - DAX 100
20.03.2020
SAP kann weiter entwickeln - Call mit 21 Prozent Chance- Optionsscheineanalyse
boerse-daily.de

www.optionsscheinecheck.de

Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Harald Zwick von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Call-Optionsschein (ISIN DE000ST9FQP0/ WKN ST9FQP) der Société Générale auf die Aktie von SAP (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) vor.

SAP scheine Glück zu haben und sei durch sein Geschäftsmodell weniger den Risiken der Abschottungsmaßnahmen ausgesetzt. Die Entwicklerarbeit wandere ins vernetzte Homeoffice und müsse nicht wie bei der Autoindustrie stillgelegt werden. Wie sich die Einnahmen entwickeln würden, bleibe Gegenstand der Spekulation und kostete den Walldorfern bereits 36% an Kursentwicklung. Eventuell haben wir diese Woche den Anfang einer Bodenbildung gesehen, was ein Gambling auf eine Bärenmarktrally interessant macht, so die Experten von "boerse-daily.de".

Die Abschottungsmaßnahmen gegen das Corona-Virus hätten nie dagewesene negative Auswirkungen auf die Wirtschaft. Ohne staatliche Hilfen wären einige Firmen wie beispielsweise jene in der Luftfahrtindustrie schon nach kurzer Zeit insolvent. Als widerstandsfähiger würden sich Softwarefirmen wie SAP erweisen, wo große Teile der Beschäftigten virtuell im Homeoffice zusammenarbeiten würden. Auch der Kundenkontakt erfolge bei SAP in dieser Notlage über die Kommunikationsnetze. Auf diese Weise könnten die Geschäftsabläufe ohne signifikante Auswirkungen aufrechterhalten werden. Ob die EPS-Prognose von 4,42 Euro für das Jahr 2020 aufrecht erhalten werden könne, sei aber zu bezweifeln. Die erwartete Rezession für 2020 werde sich auch auf die Auftragseingänge für 2020 negativ auswirken. Wenn nicht, dann würde sich das hohe 2019er KGV von 43 auf ein 2020er KGV von 19 reduzieren. In diesem Zusammenhang senke der DZ BANK-Analyst, Harald Schnitzer, den fairen Wert der SAP-Aktie von 135 Euro auf stattliche 125 Euro.

Auch der Kurs von SAP sei von der Panik an den Börsen erfasst worden. So habe die Aktie vom 21. Februar bis zum partiellen Tief am 16. März rund 36 Prozent an Wert verloren, womit das Papier aber weniger als der DAX habe abgeben müssen. So richtig vom DAX abkoppeln können habe sich SAP in den letzten fünf Handelstagen. In den letzten vier Handelstagen sei der Kurs - wenngleich auch mit hoher Volatilität- in eine Seitwärtsbewegung eingeschwenkt. Längerfristig betrachtet müsse sich jedes Unternehmen immer wieder neu erfinden, um mit dem technischen Fortschritt mitzuhalten.

Auf Frist der nächsten Wochen jedoch erscheine SAP in einer "Corona-Wirtschaft" aufgrund der technischen Möglichkeiten - wie vernetztes Homeoffice für die Entwickler - aber besser aufgestellt als so manch anderer DAX-Wert. Eine Fließbandproduktion, die im Sekundentakt neue Autos ausspucke, sei kaum in ein Homeoffice zu verlegen. Ob diese kurze Seitwärtsphase schon der Anfang einer Bodenbildung sei, darüber dürfe spekuliert werden. Faktum sei jedoch, dass der Kurs im Unterstützungsbereich rund um die Marke von 83,62 Euro sein Tief ausgebildet habe. Dieser Bereich sei auch nicht bei der Konsolidierung Ende 2018 unterschritten worden. Eventuell sei sogar eine kleine Konsolidierung auf das Retracement von über 95,02 Euro möglich.

Der ausgewählte Call (Basispreis 85 Euro) mit der WKN ST9FQP weise eine durchschnittliche Implizite Volatilität von 37,75% auf. Die Implizite Volatilität sei aufgrund des Sell-offs der vergangenen Wochen sehr hoch. Hier würden die Marktakteure weiter hektische Handelstage im Underlying SAP erwarten.

Risikobereite Anleger, die von einer steigenden SAP-Aktie bis auf 96,02 Euro ausgehen würden, könnten mit einem Call-Optionsschein (WKN ST9FQP) überproportional davon profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 37,75 und dem Ziel bei 96,02 Euro (2,81 Euro beim Optionsschein) bis zum 19.06.2020 sei eine Rendite von rund 21% zu erzielen. Falle der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 82,00 Euro, resultiere daraus ein Verlust von rund 16% beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis betrage somit 1,12 zu 1, wenn bei 82,00 Euro (1,92 Euro beim Schein) eine Stopp-Loss-Order eingezogen werde. (20.03.2020/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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