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Analysen - DAX 100
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12.03.2020
Mini Future Short auf Munich Re: Corona-Schäden - Wie viel davon landet bei Rückversicherern? Optionsscheineanalyse
boerse-daily.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Harald Zwick von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Mini Future Short (ISIN DE000UZ850P2/ WKN UZ850P) der UBS auf die Aktie von Munich Re (ISIN DE0008430026/ WKN 843002) vor.
Der Aktienkurs der Münchener Rück verliere aufgrund der Unsicherheit, die von den Corona-Kosten für die Versicherungsbranche ausgehe. Großteils seien Epidemie-Kosten zwar nicht versicherbar gewesen, dennoch würden Kosten auf den Rückversicherer zukommen und die Marktteilnehmer negativ überraschen.
Bei all dem angerichteten Schaden der Corona-Pandemie stelle sich die Frage, wer dafür aufkommen müsse. Wie viel davon lande bei den Rückversicherern? Die Erfahrungen aus der SARS-Epidemie vor 15 Jahren hätten die Versicherer dazu bewogen, Schäden durch den Ausfall von Veranstaltungen oder Betriebsunterbrechungen aufgrund einer Epidemie in der Regel aus dem Leistungsanspruch auszuklammern. Trotzdem gebe es wenige Polizzen, die auch einen Schutz bei Epidemien bieten würden. Je stärker sich die Viruswelle ausweite, desto stärker wäre jedoch auch die Münchener Rück betroffen. Der abzudeckende Schaden könnte mehr als 400 Millionen Euro betragen. Doch die Erfahrung aus der Corona-Geschichte eröffne auch die Möglichkeit, in Zukunft maßgeschneiderte Produkte anzubieten und neues Geschäft aufzutun.
Zum Chart: Von den Marktakteuren sei zu erwarten, dass die Corona-Kosten dann final eingepreist würden, wenn die Ad hoc-Meldungen der Firmen präsentiert würden. So habe adidas gestern trotz Kursverlust von 25% im Vorfeld der Zahlen nochmals knappe 10% nach der Bilanzpräsentation abgegeben. Dieser Effekt könnte auch bei der Münchener Rück auftreten, die im Zuge der aktuellen Verkaufswelle am Markt auch gute 25% Kursabschlag zu erleiden habe und somit sämtliche Gewinne seit August 2019 wieder habe abgeben müssen. Gestern habe der Kurs in der Höhe der Unterstützung bei 207 Euro sein Tagestief gefunden und mit zu den großen Verlierern im DAX gehört. Das Erreichen der nächsten Supportlinie bei 198,25 Euro scheine nur mehr eine Frage der Zeit. Im Falle einer "V"-förmigen Erholung treffe die Kursverlauf auf den Widerstand bei 226,76 Euro. In Summe bestehe aber Momentum nach unten, was für eine Short-Strategie spreche.
Der Aktienkurs der Münchener Rück verliere aufgrund der Unsicherheit, die von den Corona-Kosten für die Versicherungsbranche ausgehe. Großteils seien Epidemie-Kosten zwar nicht versicherbar gewesen, dennoch würden Kosten auf den Rückversicherer zukommen. Der Mini Future Short (WKN UZ850P) ermögliche es dem Investor, mit einem Hebel von 1,88 von einem fallenden Kurs der Aktie der Münchener Rück zu profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere betrage 93,70 Euro (45,11 Prozent). Der Einstieg in diese Strategie biete sich unter der Beachtung eines Stoppkurses bei 225,00 Euro an. Beim Mini Future Short ergebe sich daraus ein Stoppkurs bei 9,23 Euro. Das mittelfristige Ziel könnte bei 187,60 Euro liegen (12,97 Euro beim Mini Future). Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser Idee betrage 1,2 zu 1. (12.03.2020/oc/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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