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Analysen - Ausland
09.04.2003
Austrian Airlines untergewichten
Raiffeisen Centrobank

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Die Analysten der Raiffeisen Centrobank stufen die Aktie von Austrian Airlines (ISIN AT0000620158/ WKN 875224) weiterhin mit "untergewichten" ein.

Das Vorjahresergebnis habe die Erwartungen zu Beginn des Jahres eindeutig übertreffen können. Das Passagiervolumen sei um 3,3% gestiegen und der Auslastungsgrad habe aufgrund reduzierter Kapazitäten (Angebotene Sitzkilometer - ASK: -4,7%) von 68,6% auf 70,5% gesteigert werden können. Ebenso sei es gelungen, Umsatzerlöse pro Passagierkilometer (Yield) bei Linienflügen um 6,2% auszuweiten und den Gesamtumsatz um ca. 5,2% zu steigern. Durch das Restrukturierungsprogramm hätten die Kosten je angebotenem Sitzkilometer (exkl. Kapazitätskosten: Abschreibung und Flugzeugmiete) um ca. 4,3% gekürzt werden und das EBITDA von EUR 219,6 Mio. auf EUR 463,3 Mio. gesteigert werden können.

Die Analysten würden für 2003e ein EBIT auf Vorjahresniveau erwarten und mit einem knapp negativen Jahresergebnis rechnen, würden allerdings ihre Schätzungen nach Bekanntgabe der Detailzahlen für 2002 (am 10. April) nochmals überarbeiten. Die Bewertung der Fluglinie stehe weiterhin unter dem Stigma einer relativ hohen Verschuldung. Man sehe zwar unter den derzeitigen Bedingungen keine unmittelbare Liquiditätskrise am Horizont, allerdings beeinträchtige der relativ hohe Fremdkapitalanteil die Flexibilität des Unternehmens. Auf Enterprise Value Basis erscheine Austrian Airlines im Vergleich mit anderen europäischen Fluglinien weiterhin als überbewertet.

Aufgrund der aktuellen Unsicherheiten bestätigen die Analysten der Raiffeisen Centrobank vorerst ihre "untergewichten"-Empfehlung für die Aktie von Austrian Airlines.


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