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Analysen - Ausland
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04.04.2003
Brain Force Wachstum begrenzt
Erste Bank
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Nach Ansicht der Analysten von Erste Bank scheint die Bewertung der Aktie von Brain Force (ISIN AT0000820659/ WKN 919331) bereits viel an Ergebnisverbesserung zu antizipieren.
Brain Force habe diese Woche endgültige Geschäftszahlen 2002 bekannt gegeben, wobei gegenüber dem Vorjahr die Ertragskraft habe gesteigert werden können. Bei einem schwächeren Umsatz von knapp EUR 59 Mio. (2001: EUR 65,8 Mio.) habe ein verbessertes EBIT von EUR 65.400 (2001: EUR minus 9,1 Mio.) erwirtschaftet werden können. Das EBIT beinhalte zudem Sondereffekte wie eine Risikovorsorge, Forderungsabschreibungen und Rückstellungen in Höhe von EUR 1,57 Mio.
Der Bereich Professional Services (traditionelle IT-Services) habe bei einem Umsatz von EUR 65 Mio. ein EBIT von EUR 2,1 Mio. erzielt. Im Bereich Communication Network sei es jedoch, aufgrund von Investitionen in die Innovative Network-Sparte mit der Produktlinie IP-Traffic Management and Content Switching, bei einem Umsatz von EUR 2,7 Mio. zu einem Anlaufverlust von EUR 722.000 gekommen. Das Ergebnis im Bereich Communication Network enthalte die Ergebnisse der beusen Solutions GmbH.
Der Wachstumstrend im letzten Quartal - das EBIT im 4. Quartal habe gegenüber dem 3. Quartal um 208% auf EUR 247.000 gesteigert werden können - spiegele sich im hohen Auftragsstand (31.12.02) von EUR 14 Mio. (2001: EUR 9,4 Mio.) wider. Positiv sei auch die Entwicklung im Eigenkapital zu bewerten, welches gegenüber 2001 um knapp 12% auf EUR 11 Mio. erhöht worden sei. Brain Force gehe konsequent den Weg von einer gefestigten Position eines mittlerweile internationalen IT-Dienstleisters zu einem Produktunternehmen mit eigenen innovativen Softwarelösungen, um sich stärker vom Wettbewerb abzugrenzen, was jedoch andererseits Anlaufverluste verursache. Das Marktumfeld lasse derzeit ein nur geringes Wachstum zu.
Die Bewertung der Brain Force-Aktie erscheint angesichts der noch immer schwachen Rentabilität bereits viel an Ergebnisverbesserung zu antizipieren, so die Analysten der Erste Bank.
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